Ideales Flugwetter für Modellpiloten in Gernsdorf

Charakteristisch ist der Blick nach oben mit Sonnenbrille und Schirmmütze und
Charakteristisch ist der Blick nach oben mit Sonnenbrille und Schirmmütze und
Foto: Jürgen Schade
Was wir bereits wissen
Die Teilnehmer des 16. F-Schlepptreffens des Flugmodellsportclubs Oberes Weißtal (FOW) hatten einen perfekten Tag für ihre Flugschau erwischt.

Gernsdorf..  Es war ideales Wetter. Die Sonne strahlte vom azurblauen Himmel. Ab und zu ein Wölkchen und dazu die richtige Brise auf dem Modellflugsportplatz zwischen Gernsdorf und der Salchendorfer Höhe. Mit dabei in diesem Jahr ein Pilot, der aus Arnheim angereist war.

Spannweite von bis zu neun Metern

So sahen Besucher schon am frühen Samstagmorgen die ersten Piloten am Wiesenrand, der zum Flugplatz umfunktioniert wurde. Nachdem schon im Frühjahr die Einladungen an alle Teilnehmer versandt waren, trudelten zeitnah die ersten Anmeldungen ein. Offenbar hat sich die freundschaftliche, familiäre Atmosphäre der letzten Jahre herumgesprochen, sodass die Teilnehmerzahl stetig nach oben ging. So ist die Veranstaltung im Laufe der Jahre überregional bekannt geworden. Neben den befreundeten Siegerländer Modellflugvereinen kamen auch rund 50 Modellflieger mit über 70 Modellen aus Hessen, Rheinland- Pfalz, Niedersachsen. Sogar aus den Niederlanden war ein Hobbypilot zu Gast in Gernsdorf.

Der 73-jährige Joost Hendriksen aus Arnheim fliegt seit mehr als 50 Jahren ferngesteuerte Flugzeuge. Seine Modelle sind wahrhaft groß und haben eine Spannweite von fast sieben Metern. Einzige Frau beim F-Schlepp-Treffen war die 47-jährige Nicole Brohl, die seit ihrem 11. Lebensjahr das Modellflughobby betreibt. Beim sogenannten F-Schlepp (Flugzeug – Schlepp) wird ein Modellsegelflugzeug von einem Motorflugzeug, wie bei den Originalen, auf Höhe geschleppt, um dort in der Thermik zu kreisen oder Segelkunstflug durchzuführen. Diese Aufgabe übernahmen die motorbetriebenen Flugzeugmodelle – die 18 PS starke PLZ 104 Wilga mit einem 270 Kubik Boxermotor und die Yak 54, ein Schlepp- und Kunstflugzeug. Meist werden vorbildgetreue Nachbauten von Originalen in den Maßstäben 1:5 bis 1:3, teilweise sogar bis 1:2 eingesetzt. Dabei kommen bei den Segelflugzeugen Spannweiten von bis zu neuen Metern zustande.

Routinierte Schlepppiloten

Wegen der für Modellflieger vorteilhaften Wetterprognosen reisten schon am Donnerstag die ersten Gäste vom MSV Melle an. Bis zum Freitagabend hatte sich der Campingbereich mit gefüllt. Noch während der letzten Aufbauarbeiten starteten die ersten Gespanne, um sich mit dem Gelände vertraut zu machen. Ein großes Kompliment richtete der Vorsitzende Andreas Wagner besonders an die vielen aktiven Helfer des Vereins sowie an alle Teilnehmer – auch an Schlepppiloten, die routiniert alle Segler auf Ausklinkhöhe brachten.

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