Hunderte drängeln in die Busse
20.10.2010 | 18:32 Uhr 2010-10-20T18:32:00+0200
Siegen-Weidenau.Das Wintersemester hat begonnen, einige tausend Studierende fahren nun täglich auf den Haardter Berg. Für die beginnt der Tag aber erst einmal mit Warten – am Weidenauer Busbahnhof.
Am Dienstag eskalierte die Situation: Gut 200 Fahrgäste mehr warteten an der Haltestelle, als die eingesetzten Busse fassen konnten. Die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS)/Transdev setzen nun einen zusätzlichen Pendelbus zwischen Weidenau und der Universität ein.
Mittwoch Morgen kurz vor 8 Uhr: Am Weidenauer Busbahnhof stehen rund 100 Menschen, weitere strömen aus dem Bahnhofsgebäude zur Bus-Haltestelle. Sie alle müssen ihren Kursraum bis 8.30 Uhr erreichen. Der erste Bus kommt: ein Standardbus, der rund 70 Personen fasst. Viele bleiben zurück. Ein weiterer Zug trifft ein, und wieder strömen über 100 Studierende auf den Platz. Einige entscheiden sich beim Anblick der wartenden Menge für den Fußweg zum Campus.
Zehn Busse innerhalb von 30 Minuten
In kurzem Abstand folgen kurz darauf mehrere Gelenkbusse der Linien C 111 und C 106 mit einem Fassungsvermögen von jeweils 100 Fahrgästen, auch der neue Pendelbus C 136 hat kurz nach 8 Uhr seine Premiere. Insgesamt zehn Fahrzeuge sammeln nun zwischen 7.38 Uhr und 8.08 Uhr am Weidenauer ZOB Studierende ein. Gegen 8.20 Uhr ist die Haltestelle leer.
„Wer jetzt noch kommt, schafft es sowieso nicht mehr pünktlich“, sagt Andreas Düngen von der Universität. Seit Semesterbeginn am 12. Oktober steht er regelmäßig am Weidenauer Bahnhof und beobachtet die Lage. Neben ihm stehen Frank Baeten von den VWS und Denis Poep vom Asta. „Das Bus-Chaos zu Semesterbeginn ist keine Überraschung“, so Poep. Dafür laufe es dieses Mal gut. Von vornherein vermeiden ließen sich Engpässe nicht. Die VWS hatten anfangs 15 000 Kilometer für Uni-Fahrten eingeplant. Nach Bekanntgabe der Rekordzahl von 14 000 Studierenden in diesem Jahr wurden schon zusätzliche Fahrten vorgesehen.
Chaos am Dienstag
aus mehreren Gründen
Am Dienstag reichte das nicht mehr: Ein gefragter Kurs in den Betriebswissenschaften startete, der Fachbereich 3 nahm den Lehrbetrieb auf. Doch eine Baustelle in der Oberstadt führte dann auch noch zu Verspätungen der Busse.
Das Beförderungsproblem entstehe oft durch, dass Anmeldezahlen für Vorlesungen nicht repräsentativ seien.. „Studierende melden sich für möglichst viele Kurse an und entscheiden später, welche sie wirklich besuchen“, so Uni-Vertreter Düngen. Entsprechend sei auch nicht abzusehen, wie viel Beförderungskapazität wann wirklich gebraucht wird.
In einigen Wochen soll sich die Lage am Weidenauer Busbahnhof entspannen. Dann stehen die Stundenpläne fest. Der morgendliche Pendelbus soll aber weiterhin eingesetzt werden. Zusätzliche Busse bereiten allerdings auch nicht nur Freude: Im Charlottental zum Beispiel klagen Anwohner über die allzu häufig vorbeifahrende Linie C 116.
09:26
Den Überfüllten Bussen könnte man ja aus dem Weg gehen, wenn man nicht wie alle anderen Studierenden versucht, auf den letzten Drücker zur Vorlesung zu erscheinen. Einfach ein bisschen früher aufstehen, und schon ziehen sich die Menschenmassen auseinander. Um 8:30Uhr ist hier in Magdeburg die erste Vorlesung des Tages schon durch.
16:51
Die Uni will mehr Studierende haben (muss mehr Studierende haben?), Aber hinten und vorne wird man dem nicht gerecht
- Überfüllte Busse
- Überforderte Sanitäranlagen
- Lange Schlangen in der Mensa...
nicht gut - tut
15:23
Seilbahn! Jetzt!
13:54
Ein Fussmarsch den Hübbel roff würde dem einen oder anderen auch nicht schaden! *lol*
09:03
In einigen Wochen soll sich die Lage am Weidenauer Busbahnhof entspannen. Stimmt, dann sind ja auch Ferien... Von einer Entspannung habe ich heute morgen noch nichts gemerkt... *kopfschüttel*
20:05
Wie engstirnig (oder dumm?) kann man nur sein; sich darüber beschweren, dass das eigene Wohngebiet zu oft vom Bus angefahren wird...oh man...sowas bloß nicht ernst nehmen.
Gut, wenn die VWS aufrüstet. Sich schon früh morgens in überfüllte Busse quetschen zu müssen ist demotivierend. Aber das große Chaos bleibt bisher anscheinend aus, schön.