Hospiz feiert 20-jähriges Bestehen

Siegen..  In den letzten 20 Jahren verbrachten im Evangelischen Hospiz Siegerland mehr als 2500 Menschen ihre letzten Tage. Allein im vergangenen Jahr verabschiedeten sich dort 90 Menschen von ihren Familien. Zum 20. Jubiläum der Einrichtung findet am Dienstag, 28. April, um 19 Uhr, in der Erlöserkirche in der Winchenbach, Lessingstr. 33 in Siegen, eine Feierstunde statt. Nach einem Grußwort von Siegens Bürgermeister Steffen Mues, soll der Festakt Anlass sein, auf das Erreichte zu schauen, aber auch über aktuelle und zukünftige Herausforderungen nachzudenken.

Den Menschen begleiten

Das Hospiz war eine der ersten 25 stationären Einrichtungen in Deutschland. Gegründet aus dem diakonischen Gedanken, den Menschen von seiner Geburt bis zu seinem Tod zu begleiten, brachte der ehemalige Diakonie-Geschäftsführer Otto Mack die Einrichtung auf den Weg. Menschen, die unheilbar erkrankt sind, sollten einen Ort erhalten, an dem sie in Würde und selbstbestimmt bis zum letzten Tag leben können. Mit der Eröffnung setzte der Evangelische Krankenhausverein Siegerland als Träger einen Grundstein für einen menschlicheren und offeneren Umgang mit dem Leben und dem Tod. Im ehemaligen Schwesternwohnheim wurde eine Etage umgebaut und mit acht Gästezimmern ausgestattet.

Zu Beginn stieß das Hospiz auf einige Skepsis in der Bevölkerung, doch durch stetige Öffentlichkeitsarbeit durch die erste Leiterin Schwester Margarete konnten Vorurteile schnell entkräftet werden.

2012 wurde der Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft des Altbaus eröffnet. Auf einer Gesamtfläche von 800 Quadratmetern bietet das Hospiz seinen Gästen die Möglichkeit sich zurückzuziehen. Für Hospizleiter Burkhard Kölsch, die 12 haupt- und 20 ehrenamtlichen Mitarbeiter, stehen der Mensch und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt. „Ich wünsche mir, dass sich der Fokus wieder mehr auf den Menschen richtet und nicht in Richtlinien und Konzepten verliert. Es muss genügend Zeit bleiben, sich zu ihnen zu setzen, zuzuhören und ihre Hand zu halten.“