Hoffnung bei Bender in Ferndorf

Ferndorf..  Für die Ferndorfer Firma Bender besteht weiterhin Hoffnung auf Weiterführung des Betriebs. Zwar wird der vorläufige Insolvenzverwalter, der Rechtsanwalt Andreas Pantlen aus Hennef, zum 1. März die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die Firma Bender Ferndorf beim Siegener Amtsgericht beantragen. Doch lässt ein Insolvenzverfahren alle Optionen offen. Pantlen hat am Freitag die Belegschaft des Traditionsunternehmens über den Stand des Verfahrens unterrichtet. Im Dezember hatte die Firma wegen drohender Zahlungsunfähigkeit die Eröffnung des Insolvenzverfahrens eingeleitet. 74 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

Gesellschafter verkaufsbereit

IG-Metall-Gewerkschaftssekretär Hans-Jürgen Groos sagte auf Anfrage dieser Zeitung, auch er habe auf der Betriebsversammlung den Eindruck gewonnen, dass es berechtigte Hoffnung gebe, die Firma, die Spezialrohre herstellt, weiterzuführen. Es seien Investoren vorhanden, die ernsthaftes Interesse an einer Übernahme zeigen. Betriebsratsvorsitzender Matthias Schneider: „Einer hat ein verbindliches Angebot gemacht, fünf weitere sind in der Warteschleife.“ Inzwischen habe auch der Gesellschafter des Unternehmens signalisiert, verkaufen zu wollen. „Wir haben jetzt ein bisschen mehr Hoffnung“, sagte Schneider. Mitte März wolle Rechtsanwalt Pantlen erneut zu einer Belegschaftsversammlung einladen und über weitere konkrete Schritte informieren.