Hilchenbach spart nicht an Wahllokalen

Hilchenbach..  Zur Bürgermeisterwahl am 13. September werden alle Wahllokale besetzt. Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab hat im Rat seine Vorlage zurückgezogen, Wahllokale zusammenzulegen, damit ein Wahlvorstand für mehrere Wahl- oder Stimmbezirke arbeiten kann. Möglich sei dies, weil nur ein Stimmzettel je Wähler auszuzählen ist. Heinz-Jürgen Völkel (UWG) warnte vor der Verunsicherung der Bürger, zumal zur Kommunalwahl 2020 sowieso das ganze Stadtgebiet neu eingeteilt wird – dann gibt es weniger Wahlbezirke, weil der Rat wegen der gesunkenen Einwohnerzahl verkleinert werden muss. „An den paar Euro für die Wahlvorstände soll es nicht scheitern.“ Auch Peter Gebhardt (FDP) sprach sich dagegen aus, die Wege zum Wahllokal zu verlängern: „Das führt zu Wahlmüdigkeit.“ Schließlich André Helmes (UWG): „Das ist nicht gut, wenn man die Hademer nach Hel­berhausen kommen lässt.“

Sorge um Wahlbeteiligung

Für die Zusammenlegung von Wahllokalen bestehe „überhaupt keine Notwendigkeit“, sagte Dr. Peter Neuhaus (Grüne), „wir müssen ohnehin darauf achten, dass wir eine relevante Wahlbeteiligung bekommen.“ Verärgert äußerte sich Dr. Neuhaus darüber, dass den ehrenamtlichen Wahlvorständen bereits am Tag der Ratssitzung die Information über ihren Einsatz zugegangen sei. Stadtrat Udo Hoffmann sah darin kein Problem: Die Zuweisung zu den Stimmbezirken werde dann geändert, für die nun doch wieder zu öffnenden Wahllokale würden weitere Wahlvorstände bestellt. SPD und CDU äußerten sich nicht, ließen aber durchblicken, dass auch sie nichts vom Vorschlag des Bürgermeisters hielten.