Hilchenbach sagt Dankeschön

Comedian Christian Bach eröffnete mit seiner Zauberschow das Bühnenprogramm.
Comedian Christian Bach eröffnete mit seiner Zauberschow das Bühnenprogramm.
Foto: Jana Schröder

Hilchenbach..  Egal ob in der Feuerwehr, im Tischtennisverein oder in der Gemeindearbeit: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich in Hilchenbach ehrenamtlich zu engagieren. Beim Ehrenamtsfest in der Aula der Carl-Kraemer Realschule hat die Stadt die Möglichkeit genutzt, „Danke“ zu sagen.

Rund 200 Menschen folgten der Einladung. „Heute ist Ihr Tag“, sagte Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab. Er lobte den selbstlosen Einsatz, den die Ehrenamtlichen für die Stadt leisten. Gudrun Roth, Beauftragte für bürgerschaftliches Engagement in Hilchenbach, und ihr Team gaben sich größte Mühe, die Ehrenamtlichen an diesem Abend einmal zu verwöhnen: mit kostenlosen Speisen und Getränken, dem Shuttle-Fahrservice des Bürgerbusses, aber auch durch ein buntes Bühnenprogramm.

Als erster Act trat Comedian Christian Bach auf, der in seiner Zaubershow bewies, dass in der Welt nichts mit rechten Dingen zu geht. So durften natürlich die altbekannten Kartentricks nicht fehlen, aber auch interaktive Parts hatten ihren Platz. Bach versuchte, einen aus dem Publikum zur Verfügung gestellten 50-Euro-Schein in einen 100-Euro-Schein zu verwandeln. Außerdem ließ er es sich nicht nehmen, nach seiner Show, im Rahmen seiner „Close-up-Comedy“, noch einmal an die Tische zu kommen und dort Tricks zu präsentieren. Für den zweiten Teil des Abends war das Musik Duo „Summary“ (Sybille Schnettler und Fabian Bitter) zuständig. Sie präsentierten zahlreiche neue und alte Lieder in Akustik-Version. Mal ein-, mal zweistimmig und mit sanften Gitarrenklängen ließen sie den Abend ausklingen.

Einsatz im Verborgenen

Gudrun Roth hatte für den Abend keineswegs nur die Vereine angeschrieben. „Man sollte auch die Nichtorganisierten nicht vergessen.“ Und auch damit sind nicht nur die gemeint, die unter dem Dach der städtischen Initiative „Miteinander Füreinander“ als Heinzelwerker oder Frühjahrsputzer unterwegs sind oder die sich im Café International oder im Arbeitskreis Barrierefreiheit engagieren. Denn schließlich gibt es auch die, die Grünflächen pflegen, ohne formell eine Patenschaft zu übernehmen. „Viele machen das einfach so.“ Wie auch der Mann, auf den Besucher des Dankeschön-Abends die Ehrenamtsbeauftragte aufmerksam machten: Er fegt ohne jede Verpflichtung regelmäßig jahrein, jahraus, einen Bürgersteig in Dahlbruch. Noch nicht einmal seinen Namen kannten die Mitbürger: „Ich hoffe, er meldet sich mal, sonst kann ich ihn ja nicht einladen.“

Ein wenig Anerkennung für viel Einsatz

500 Einladungen hat Gudrun Roth für das zweite Dankeschön-Fest versandt. Das Spektrum der Aktivitäten ist riesig. Es reicht vom Bündnis für Toleranz und Zivilcourage bis zu den Treckerfreunden, vom Pflege-Entlastungsdienst Atempause bis zur Klimabildungsstätte, vom CVJM bis zu den Heimatvereinen — nicht zu vergessen die Fördervereine für Kirchengemeinden, Kita, Schulen, Jugend und die Wilhelmsburg.

71 Ehrenamtskarten für engagierte Freiwillige wurden in den letzten drei Jahren in Hilchenbach ausgestellt. Sie berechtigen dazu, Kultur-, Bildungs-, Sport- und Freizeitangebote vergünstigt zu nutzen. Dass die Karte schmucklos per Post zugestellt werde, störe manchen, berichtet Gudrun Roth von Gesprächen am Dankeschön-Abend — gewünscht werde der feierliche Rahmen: „Wir überlegen.“

73 Jugendliche waren Ende vorigen Jahres für die Taschengeldbörse registriert; die 13- bis 18-Jährigen erledigen kleine Arbeiten für ein Taschengeld von fünf Euro pro Stunde. Angebot und Nachfrage seien ausgeglichen, sagt Gudrun Roth, die dennoch neu für das Projekt wirbt — weil es lohnt: Junge und Alte kommen sich näher.