Henrichs Haus soll Denkmal werden

Kreuztal..  „Henrichs Haus“ in Krombach soll in die Denkmalschutzliste der Stadt Kreuztal eingetragen werden. Dies schlägt die Verwaltung dem Ausschuss für Kultur und Tourismus vor, der am Dienstag, 3. Februar, ab 17 Uhr im „Café Basico“ an der Hüttenstraße 30 tagen wird.

Eigentümer des von der Vorbesitzerfamilie noch immer bewohnten Hauses ist seit einigen Jahren bereits die Krombacher Brauerei. Die hatte bereits im Vorfeld signalisiert, dass sie einer Unterschutzstellung widerspricht – das Grundstück grenzt direkt an das Besucherzentrum der Brauerei, bildet mithin Flächenreserve für spätere Erweiterungen.

Schon im vorigen April hatte die Denkmalpflege-Abteilung des Landschaftsverbandes festgestellt, dass das Haus Pastor-Stein-Straße 18 „bedeutend für den Stadtteil Krombach und die Stadt Kreuztal“ sei. Im September fand dann die Anhörung der Eigentümer statt, die gegen die Eintragung in die Denkmalliste Einwände erhob: Begründet wurde dies mit der Architektur, der historischen Bedeutung und dem aktuellen Bauzustand des Hauses.

„Bescheiden repräsentativ“

Darüber setzte sich der Landschaftsverband allerdings hinweg und empfahl die Unterschutzstellung des Gebäudes aus dem Jahre 1898. Errichtet wurde es für den Lehrer Jakob Henrich (1862-1961), auch bekannt als „Bergfrieder“, als zweigeschossiger Backsteinbau. Zwar ist das Haus nicht mehr im Originalzustand, weil viele Kunststofffenster nachträglich eingebaut wurden. Dennoch wecke das Gebäude den „Eindruck eines überwiegend aus dem Jahre 1898 gut erhaltenen, bescheiden repräsentativen, neoklassizistischen Wohnhauses“, heißt es in der Denkmalbegründung. Erbauer Jakob Henrich war vor seiner Lehrertätigkeit in Krombach in Siegen tätig. Das Wohnhaus errichtete er neben der damaligen Schule, die heute Besucherzentrum und Museum der Brauerei ist.

In seiner Begründung für den Denkmalwert hat der Landschaftsverband festgestellt, dass das Haus „den bescheidenen Wohlstand, den ein Lehrer in einer industrialisierten Region wie dem Siegerland erlangen konnte“, repräsentiere. Für die Unterschutzstellung sprächen auch städtebauliche Gründe, weil Henrichs Haus „gut in das Gefüge des historischen Ortskerns“ passe.