Heinrichssegen, Victoria und Rosina

Die spätere Grube ­Heinrichssegen wird erstmals 1663 als Grube Plätze erwähnt. 1737 wird die zwischenzeitlich eingestellte Förderung unter Bergmeister Johann Heinrich Jung neu aufgenommen, nach ihm wird die Grube 1820 umbenannt. In der Blütezeit um 1862 arbeiteten 210 Bergleute in der Erzgrube. 1909 wurde der Betrieb von der Grube Victoria übernommen, 1927 wurde Heinrichssegen stillgelegt.

Die Grube Victoria bestand von — spätestens — 1663 bis 1927. 1900 hatte sie 201 Belegschaftsmitglieder. Eine zweigleisige Schleppbahn verband Schacht und Aufbereitungsanlage, eine Schmalspurbahn die Aufbereitung mit dem Littfelder Bahnhof. Die Flotationsanlage, in der Erz aus dem Bodensatz der Schlammteiche gewonnen wurde und in der zuletzt alle Siegerländer Kupfererze aufbereitet wurden, stand bis 1964.

Rosina, der zu den Spuren des 13. Jahrhunderts führende Schacht, trägt den Namen der Rosina von (Burg-)Holdinghausen. Die heiratete 1681 den Freiherrn Johann Philipp von und zu der Hees. 1785/86 übernahmen die Freiherren von Fürstenberg zu Herdringen den Burgholdinghausener Besitz, der seit 1936 der Unternehmerfamilie Woeste aus Düsseldorf gehört; Albrecht Woeste war Chef des Henkel-Konzerns.