Heimspiel für Gospel-Generation
01.01.2012 | 16:10 Uhr 2012-01-01T16:10:00+0100
Freudenberg.Einen Tag nach dem Konzert in Raumland ging es für die „Gospel-Generation“ nach Freudenberg in die Evangelische Kirche. „Willkommen zu unserem Heimspiel zwischen den Jahren“, begrüßte Chorleiter Helmut Jost die vielen Zuhörer, die das kleine Gotteshaus bis unters Dach füllten – wie schon vor wenigen Tagen beim Vorweihnachtskonzert mit den „Zwischentönen“.
Wichtige Sinnsuche
Gospel-Generation ist ebenfalls ein Freudenberger Chor, „wenn wir auch schon seit langem nicht mehr hier in Freudenberg proben“, wie Jost einwarf. Und auch schon einige Zeit nicht mehr konzertiert hatten. Entsprechend freute er sich, mit seinem Ensemble endlich wieder an der Krottorfer Straße zu Gast zu sein. Der Chor präsentierte ein straffes 90-Minuten-Programm mit ruhigen und schwungvollen Momenten und viel Gelegenheit zum Mitsingen.
Gospel-Musik gehört heute praktisch in jedem Chor zum Standard. Sie wird damit auch von vielen Menschen interpretiert, die Spaß am Singen, aber nicht unbedingt an der Religion haben. Das muss nicht unbedingt schlechte Ergebnisse zeitigen. Trotzdem macht ein reiner Gospel-Chor, noch dazu von einem Helmut Jost geführt, den „gewissen“ Unterschied mehr als deutlich. Hier geht und ging es auch an diesem Abend um den Glauben, die Anbetung des „Herrn der Welt“; in allen Liedtexten und in den kleinen Ansprachen zwischendurch, mit denen der Chorleiter seine persönliche Beziehung zu Gott zum Ausdruck brachte. Die ist ebenso tief wie handfest.
Das wurde deutlich in der „Story of Jesus“, in der Jost deren Wirklichkeit betonte und nebenbei im Gesang improvisierte. Oder wenn er lange von der Wichtigkeit der Suche und des Findens nach Ruhe in der hektischen Gegenwart philosophierte, um dann in eine eindrucksvolle Interpretation des Klassikers „Peace In The Valley“ zu gleiten, bei dem er die Strophen allein sang und sich vom Chor nur beim Refrain begleiten ließ.
Tolle Solistinnen
Ansonsten kam die Gospel-Generation natürlich reichlich mit kompletten Songs zum Einsatz; vom Auftakt mit „Come Into His Presence“ über „Come Closer“ bis zum starken Finale mit „God Is Able“. Die Herren und Damen lieferten eine sichtbar begeisterte und begeisternde Gesamtleistung, wobei die Solistinnen Christina Neef und Lorena Heide jede Sekunde des Applauses mehr als verdient hatten. Jost saß wie gewohnt am Keyboard und nahm nur in einigen Fällen auch die klassische Position vor dem Chor ein, hatte dann mit Tobi Dangendorf einen sehr fähigen Vertreter an den Tasten.
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