Heimatfreunde haben Stammkunden
26.08.2008 | 20:20 Uhr 2008-08-26T20:20:00+0200
Neunkirchen. (rs) Keine guten Beziehungen pflegen die Neunkirchener Heimatfreunde bei ihrem traditionsreichen Backesfest zum Wettergott. Auch am Wochenende störten Regenschauer den Genuss der Spezialitäten aus dem Steinofen im Backhaus am Lohbau.
Dabei hatten die Mitglieder nichts dem Zufall überlassen. Bereits Tage zuvor kündete die Rauchwolke über dem Backhaus das Ereignis an. Zwei Tage lang schoben die Heimatfreunde die Brote und Kuchen in den mit Schanzen geheizten Ofen. Bäcker Manfred Jenne hatte den Teig für 180 Schanzenbrote, 50 Kartoffelbrote (Döffelsdielskooche) sowie Streusel- und Butterkuchen vorbereitet. Außerdem versorgte das Rote Kreuz die Gäste mit einer deftigen Erbsensuppe. Schon am Freitagabend kamen die ersten Besucher vorbei, um sich die frischesten Brote zu sichern, und fast alle wurden auch verkauft. 50 Schanzen und 30 „Knewwelsbürdcher” sorgten für die richtige Temperatur im Ofen, wie der Vorsitzende Ulrich Capito berichtete. Etwa 40 Brote passen hinein. Bei seinem Fest kann der Verein auf eine „treue Stammkundschaft” bauen, denn für verschiedene Leckereien lagen bereits am frühen Samstagmorgen die ersten Bestellungen vor. Capito bedauerte, dass es diesmal weniger Gäste waren als in der Vergangenheit. Denn bereits im letzten Sommer war ein deutlicher Rückgang bei der Nachfrage für die deftigen Spezialitäten zu verzeichnen. Dies bedeutete für die Hobbybäcker Karlfred Meyer, Werner Sander und Herbert Krumm etwas weniger Arbeit im Backes. Dafür musste im Umfeld des Backhauses kräftiger angepackt werden. Dicke Wolken sorgten phasenweise für kräftigen Regen. Damit die Besucher die Schanzenbrote und Kuchen im Trockenen genießen konnten, hatten die Organisatoren ein Zelt und mehrere Pavillons aufgebaut.
Foto: Brote aus dem Steinofen des Backes' boten Herbert Krumm und Dieter Hans den Besuchern an.
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