Hauberg an den Hängen der Heide
18.05.2009 | 19:42 Uhr 2009-05-18T19:42:00+0200
Siegen. Die Trupbacher Heide ist zum stadtnahen Paradies herangewachsen. Wo sich einst die belgischen Panzer durch den Boden wühlten, wachsen heute seltene Pflanzen – bestaunt von Naturschützern und Spaziergängern.
Jetzt gerät auch der Wald, der das Heideland begrent, ins öffentliche Interesse: Er soll bald wieder wie früher als Hauberg bewirtschaftet werden.
„Wir sind seit 15 Jahren dabei, die Sache einzustielen”, stellt Ludwig Becker, Vorsteher der Waldgenossenschaft Trupbach klar. Die Chancen, dass es klappt, waren nie so gut wie heute. Denn der Bund, Eigentümer des früheren Truppenübungsplatzes, ist bereit, das Gelände an das Land abzugeben – wenn es als nationales Naturdenkmal von Stiftungen verwaltet wird.
Nun könnten sich die vier Waldgenossenschaften Trupbach, Seelbach, Alchen und Langenholdinghausen einfach zusammenschließen und eine Stiftung gründen. Doch die Sache hat einen finanziellen Haken. Ludwig Becker: „Zur Zeit betreut ein Bundesförster den Wald am Truppenübungplatz – diese Kosten müssten wir übernehmen. Wir können uns aber nicht verschulden.”
Die Waldgenossenschaften haben deshalb einen anderen Vorschlag. Sie möchten die vor allem von Fichten bewachsenen Flächen selbst verwerten - und zwar im Sinne der Ur-Siegerländer Haubergswirtschaft. Die Stiftung würde dann die rund 300 Hektar Wald übernehmen. Ludwig Becker: „Sie müsste sie dann wieder an die Waldgenossenschaften verpachten – und zwar zu gleichen Teilen.”
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