Hammerhütte wird zur Bewohnerparkzone

Siegen..  Der Verkehrsausschuss billigte einstimmig in seiner jüngsten Sitzung das Parkkonzept Hammerhütte.

Bewohner sollen demnach mit Parkausweis weiterhin ihre Autos zwischen Leystraße und Kirchweg abstellen dürfen wie bisher. Für alle anderen sind werktags zwischen 9 und 19 Uhr zwei Stunden erlaubt. Eigentlich.

Denn die Verwaltung bringt – nach zwei Informationsveranstaltungen – Ausnahmegenehmigungen ins Spiel. Besucher sollen auch dort parken dürfen. Mehr oder weniger unbegrenzt. Gegen Gebühr soll die Erlaubnis erteilt werden. Pro Bewohner sind bis zu fünf Ausnahmegenehmigungen geplant, jeweils für maximal zwei Wochen. Die avisierten Gebühren: acht Euro pro Tag bis drei Tage, bis eine Woche 25 Euro und bis zwei Wochen 35 Euro (wir berichteten). „Diese Regelung ist aus Gleichbehandlungsgrundsätzen zukünftig auf das gesamte Stadtgebiet anzuwenden“, schreibt die Verwaltung. Die Genehmigung soll nur für die Zone gelten, „in der der besuchte Innenstadtbewohner seine Wohnung hat“.

Abreiß-Block und Datenschutz

Auf welche Weise diese Genehmigungen tatsächlich erteilt werden sollen, ist indes noch nicht klar. Die Verwaltung soll weitere Alternativen erarbeiten. Der Vorschlag von Michael Dinter, Mitarbeiter der Abteilung Straße und Verkehr, fand im Gremium wenig Anklang. Die Bewohner, erläuterte er, sollten die Erlaubnis für ihre Besucher beantragen. Franz Englert (UWG) sah den „Datenschutz“ in Gefahr. „Ich möchte ja nicht wissen, wer wen besucht“, versuchte Michael Dinter den Unabhängigen zu beruhigen. „Wir sollten das Ding erstmal leben“, empfahl Bernd-Dieter Ferger (CDU). Wenn nach einiger Zeit absehbar sei, dass ein bestimmtes System nicht funktionieren würde, könne es geändert werden. Die Rede war von Abreiß-Blöcken. Die Bons sollen Bewohner an ihre Besucher verteilen. Silke Schneider (Linke) plädierte für die digitale Variante: Parkberechtigung online anfordern, ausdrucken und bei der Stadt bezahlen.

Ebenso einhellig wie der Ausschuss das Konzept an sich durchwinkte, votierte er auch für einen Antrag der Sozialdemokraten. „Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob für Betriebe von Handel und Gewerbe ... im näheren Bereich der Hammerhütte ... eine Sonderparkgenehmigung ausgestellt werden kann. Zum Beispiel an der Siegerlandhalle.