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Gymnasiasten wollen das „FFG” nicht ganz aufgeben

08.01.2009 | 20:33 Uhr
Gymnasiasten wollen das „FFG” nicht ganz aufgeben

Auch das noch: Jetzt tragen Schüler des umbenannten Friedrich-Flick-Gymnasiums (FFG) das eingeführte Kürzel auf breiter Brust in die Öffentlichkeit. Die dunkelblauen T-Shirts mit der weißen Aufschrift „Mein FFG” werden im Stadtbild zu sehen sein, wenn die Zeit für Winterjacken vorbei ist.

Was auf den ersten Blick als Provokation aussieht, will nicht mehr sein als ein nostalgischer Akzent, den Jugendliche setzen. Optisch erinnert der Schriftzug an das Logo eines privaten Fernsehsenders, symbolisiert mithin, dass dies keine todernste Sache ist. Ihre Aktion geschehe ohne „politischen” Hintergrund, wie die Initiatoren glaubhaft machen - eine Gruppe von Schülern der Jahrgangsstufe 11 um den 17-jährigen Jan Ole Klinger. In den Tagen nach der Ratsentscheidung vom 5. November überlegten sie, wie sie sich nach bislang sechs Schuljahren am Friedrich-Flick-Gymnasium einen „Teil unserer Schulidentität” bewahren könnten, dies aber „einigermaßen passabel” ausdrücken könnten.

Eines war den Schülern klar: Über die drei Anfangsbuchstaben, die gewissermaßen das „Markenzeichen” der Schule waren, sollte dies nicht hinausgehen. Denn: „Ich bin selbst froh, dass der Name weg ist”, gesteht Jan Ole Klinger ein. Auch weist er jeden Verdacht von sich, in der Frage des Schulnamens ein „Ewiggestriger” zu sein.

Seine Idee sprach sich schnell herum, und immer mehr Schülerinnen und Schüler trugen sich auf die Liste der Besteller ein. Die Schüler wissen, dass sie nicht bei allen Kreuztalern damit auf Sympathie stoßen. Auch Schulleiter Herbert Hoß war zunächst skeptisch, als er schon am Tag nach der Umbenennung von dem Plan der Schüler erfuhr: „Aber die Bestellung war schon raus, sonst hätte ich die Schüler gebeten, es nicht zu tun.” Inzwischen hat Hoß sich damit abgefunden, weil es „in der Tat nur um Identitätsbildung” gehe. Die Schüler hätten mit „FFG” etwas verbunden, das mit Personen oder Ereignissen nicht in Zusammenhang stehe.

„Ich habe mir schon gedacht, dass das vielleicht nicht verstanden wird”, sagt der Schulleiter. Doch nach einem Gespräch mit den Schülern habe er sich überzeugt, dass es nicht darum gehe, „das Rad zurückzudrehen”. Im übrigen hingen nicht nur aktuelle Schüler am Kürzel. Er bekomme auch Post von Ehemaligen, die ihn fragten: „Was ist mit 'FFG'?” Und das habe mit Politik nichts zu tun. Inzwischen hat auch der Förderverein den alten Namen der Schule aufgegeben und in Klammern an die neue Bezeichnung angehängt.

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Kommentare
19.01.2009
16:35
Gymnasiasten wollen das „FFG” nicht ganz aufgeben
von Peter unlustig | #7

Wirklich schlimme Finger diese Schüler...

Des weiteren finde ich, alle Personen die den Nachnamen Flick tragen sollten einen Nachnamensumbenennung in Städischer Nachname Kreuztal erhaltetn.
Damit wäre dieser Nachname ein für alle mal verdrängt.

Schade im übrigen, dass die Schüler nicht die Möglichkeit hatten, Vorschläge für einen neuen namen einzureichen.

Naja, der Western wird sicherlich Berichten, wenn diese Gymnaziasten wieder groben Unfug anstellen.

18.01.2009
20:44
Gymnasiasten wollen das „FFG” nicht ganz aufgeben
von vivalavida | #6

@Paulchen: Dieses Thema wurde im Schulunterricht aufgearbeitet, ob sie es nun glauben oder nicht!
Uns Schülern geht es bei diesem Slogan lediglich um die Identifikation FFG. Wenn in den Jahren vor der Umbenennung mich jemand gefragt hat : Auf welche Schule gehst du?, habe ich stets FFG als Antwort gesagt. Unsere Schule war allgemein immer das FFG und wir wollen dies mit diesen T-Shirts ausdrücken. Ob das Logo nun von RTL, Pro7 oder der ARD stammt ist ja ziemlich egal. Wir Schüler distanzieren uns von Friedrich Flick und erkennen die Umbenennung an. Uns geht es lediglich um diese drei Buchstaben FFG.
Das hat weder politischen noch ethnischen Hintergrund, sondern einfach nostalgische Gründe. Beste Grüße

11.01.2009
20:14
Gymnasiasten wollen das „FFG” nicht ganz aufgeben
von duersichwirfüersieihn | #5

Immer soll allen alles verboten werden! Das ist ja fast wie früher. Wenn das so bin ich auch dagegen!

10.01.2009
11:49
Gymnasiasten wollen das „FFG” nicht ganz aufgeben
von ichduersieeswirihrsie | #4

Oh man. Ist klar, das man das als Aussenstehender nicht verstehen kann.
Das hat rein gar ncihts damit zu tun, dass wir Friedrich Flick alle so toll finden ...
Aber es wird auch einiges falsch dargestellt.

09.01.2009
22:32
Gymnasiasten wollen das „FFG” nicht ganz aufgeben
von Nasenbier | #3

Sie sehen das alles völlich falsch auch die Zeitung hier. Es handelt sich bei FFG um das Freie Fernsehen Grund aus dem benachbarten Hilchenbach, ein bemerkenswertes Videoprojekt von jungen, aufstrebenden Schülerinnen und Schülern. Wer hier irgendeinen Bezug zu Herrn Flick herstellen will, sollte erstmal den Extra-Markt wieder zum Leben erwecken. Lazarzus konnte ja schließlich auch wieder laufen. also, bitte, kann ja nich so schwer sein. Preiselt die Beern!

09.01.2009
21:59
Gymnasiasten wollen das „FFG” nicht ganz aufgeben
von Paulchen Panter | #2

Da FF in FFG für Friedrich-Flick steht ist dieses Logo genauso politisch wie ein Judenstern, ein Hakenkreuz oder unser Stadtwappen.
Die Geschichte um Friedrich Flick muss ja an dieser Schule wirklich unglaublich gut aufgearbeitet worden sein, wenn Schüler eines Gymnasiums(!!!) sich an einem Privatsender (RTL=Baucher sucht Frau, Junglecamp, Big Brother, Deutschland sucht den Superstar) orientieren.
Flick Heil!

09.01.2009
17:20
Gymnasiasten wollen das „FFG” nicht ganz aufgeben
von magister populi | #1

Peinlich! Hoffentlich dauert der Winter noch an.
Empfehle eine Ethik-AG für Jan Ole und seine Freunde: Verantwortliches Handeln in der Spaßgesellschaft. Und dann in der 12 LK Geschichte.
Ob die CDU-Flick-Fans im Stadtrat auch ein Exemplar bestellt haben? Sorry! Hat ja mit Politik nix zu tun.

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