Guter Start für Schulzentrum Auf der Morgenröthe

Im Schulzentrum Auf der Morgenröthe sind seit Sommer das Gymnasium und die Realschule Am Hengsberg untergebracht. Die Lösung soll beiden Schulen Vorteile bringen.
Im Schulzentrum Auf der Morgenröthe sind seit Sommer das Gymnasium und die Realschule Am Hengsberg untergebracht. Die Lösung soll beiden Schulen Vorteile bringen.
Foto: Jürgen Schade
Was wir bereits wissen
Das Gymnasium Auf der Morgenröthe und die Realschule Am Hengsberg sind seit Sommer unter einem Dach. Nun war der Festakt zur offiziellen Eröffnung.

Niederschelden..  Wohngemeinschaften können funktionieren – müssen aber nicht. Beim offiziellen Festakt zur Eröffnung des Schulzentrums Auf der Morgenröthe gelingt es bisher aber sehr gut, wie Bürgermeister Steffen Mues am Donnerstagabend in seinem Grußwort betonte.

Zum Schuljahr 2015/16 zog die Realschule Am Hengsberg in die Gebäude des Gymnasiums Auf der Morgenröthe mit ein. „Nach den ganz normalen Anlaufschwierigkeiten und der Phase der Eingewöhnung“, betonte Mues, zeigten sich nach rund einem halben Jahr „eine ganze Reihe an Vorteilen“, die ein Schulzentrum mit sich bringt. Sven Berghäuser, Leiter des Gymnasiums, teilt diese Einschätzung.

„Es bleiben zwei kleine, überschaubare Schulen“, führt Berghäuser aus – das Gymnasium hat rund 500, die Realschule etwas mehr als 300 Schüler. „Es ist also kein Massenbetrieb.“ Damit seien gute Voraussetzungen für individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen gestellt und durch den Zusammenschluss unter einem Dach gleichzeitig einige Nachteile der relativ geringen Einzelgrößen sichergestellt. Berghäuser nennt das Schlagwort „Synergieeffekte“: Das Angebot an AGs, an sportlichen, kreativen und Freizeitangeboten, sei im Verbund umfangreicher, weil schulübergreifend. Beispielsweise sei so ein Mittelstufenchor zustande gekommen, den Realschule und Gymnasium allein nicht hätten einrichten können.

Auch bei organisatorischen und baulichen Belangen mache sich die Konstruktion positiv bemerkbar, „denn es kommen zwei Etats zusammen“. Das eröffne unter anderem erweiterte Möglichkeiten bei der Gestaltung des Schulhofs.

Übergang deutlich einfacher

Eine Trennung besteht beim Unterricht. Aber: der gemeinsame Standort, ist Berghäuser überzeugt, erleichtere den Übergang von einer Schule zur anderen, „denn man kennt die Gesichter, die Lehrer und die Räume schon einmal.“ Der Wechsel von der Realschule ans Gymnasium sei dabei die häufigere Variante – gerade natürlich, wenn Jugendliche sich für den Schritt in die Oberstufe entscheiden. Für die Zehntklässler der Realschule besteht auch die Gelegenheit, teilweise bereits am gymnasialen Unterricht teilzunehmen, um sich frühzeitig einzugewöhnen.

Im Idealfall, so die Hoffnung, profitiert das Gymnasium davon langfristig – und kann so ein breiteres Angebot an Kursen auf die Beine stellen. Insgesamt stabilisiere „das neue Schulzentrum auch die Schullandschaft im Siegener Süden“, hob Bürgermeister Mues hervor. „Nach wie vor bietet die Stadt Siegen hier Schülern und Eltern alle Schulabschlüsse an.“

Ein für Wohngemeinschaften ganz typischer Aspekt trifft übrigens auch auf das neue Zentrum zu: die gemeinsame Küche. Die Realschule hatte an ihrem alten Standort keine Mensa, hat damit also nun einen weiteren Nutzen. Doch die „WG-Küche“, so Mues, sei mehr als ein Raum zur Nahrungsaufnahme: „Sie ist auch ein Ort der Begegnung.“

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