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Grundsätze christlicher Arbeitspolitik

25.05.2008 | 17:06 Uhr

Siegerland. ...

... (wp) Mit der Übernahme der ehemals kirchlich und kommunalen Beschäftigungsgesellschaft "Neue Arbeit Siegerland gGmbh" und dem Zusammenschluss mit dem vormals der diakonischen Wohnungslosenhilfe zugeordneten Beschäftigungsbereich IBAL hat das Diakonische Werk den Bereich der arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten fachlich und organisatorisch weiter entwicket. Jetzt wurden Grundsätze der diakonischer Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik verabschiedet.

Die Gesellschafterversammlung der Diakonie netzwerkarbeit unter Vorsitz von Pfarrer Günther Albrecht verfasste dafür ein Grundsatzpaier. In dem Prozess wurden die Mitarbeiter einbezogen. Pfarrer Günther Albrecht machte deutlich, dass mit der Beschlussfassung die Auseinandersetzung mit den Grundsätzen nicht beendet werde, sondern diese als Grundlage für Diskussionen dienen.

Erika Denker und André Schmidt wiesen als Geschäftsführung der Diakonie netzwerkarbeit darauf hin, dass in der alltäglichen Arbeit auch pragmatischen Entscheidungen getroffen werden müssten, um die Existenz des Unternehmens und die Arbeitsplätze zu sichern.

Das Grundsatzpapier umfasst sieben Thesen:

Der Wert eines Menschen ist unabhängig von seiner Leistung, Gesundheit, seinem Einkommen oder seinem sozialen Status.

Nächstenliebe und Gerechtigkeit sind die Werte, die für das konkrete Handeln von Diakonie zielführend sind Diakonie muss sich in ihren Entscheidungen dafür einsetzen, dass die Verteilung der knappen Güter in der Welt gerechter wird.

Primäre Zielgruppen diakonischen Handelns sind die Armen, d.h. z.B. Menschen, die aufgrund besonderer Vermittlungshemmnisse keine eigene existenzsichernde Arbeit finden können.

Diakonische Leistungsplanung muss auch die Neben-Ziele Effizienz und Effektivität ansteuern. Jeder Christ ist dazu berufen, ein treuer Haushalter der ihm anvertrauten Ressourcen zu sein.

Diakonie muss sich intensiv in die gesellschaftliche Diskussion um ein Leitbild für eine gerechte Gesellschaft, welche Armut bekämpft, einmischen und hier betont christliche, ethische Überzeugungen einbringen. Armutsbekämpfung heißt also nicht, lediglich die materielle Versorgung von armen Menschen auf einem bestimmten Niveau zu sichern, sondern sie zu befähigen, wieder in bezahlte Arbeit zu kommen.

Ein christliches Arbeitsverständnis zielt bei aller Anstrengung, die mit der Arbeit verbunden ist, immer auch darauf ab, dass die Kreativität und die Gaben des einzelnem zum Tragen kommen.

Die Aufgaben der Diakonie netzwerkarbeit sind Beschäftigung, Qualifizierung, Vermittlung, Integration und Beratung von und für Menschen ohne Arbeit, insbesondere Langzeitarbeitslose, arbeitslose Jugendliche, sozial benachteiligte Menschen und Menschen mit Behinderungen.

www.diakonie-netzwerkarbeit.de

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