„Grün-Weiß Siegen“ gibt es nicht mehr
25.10.2011 | 20:38 Uhr 2011-10-25T20:38:00+0200
Siegen.Die neuen Wagen haben es seit längerem angedeutet, jetzt ziehen die rund 300 Polizistinnen und Polizisten im Wach- und Wechseldienst nach: Mit dem Spätdienst haben die neuen blauen Uniformen am Dienstag bei der Kreispolizeibehörde Einzug gehalten. „Grün-Weiß Siegen“ gibt es nicht mehr.
Allerdings werden mit den neuen Uniformen nicht alle der kreisweit rund 500 Beschäftigten der Siegener Behörde ausgestattet. Die Angestellten sowie der Ermittlungsdienst werden auch weiterhin ohne Uniform auskommen.
Die Einführung der neuen Dienstkleidung sei allerdings kein alltäglicher Vorgang, machte Landrat Paul Breuer als Chef der Kreispolizeibehörde deutlich. Nur rund alle 30 Jahre würden die Modelle gewechselt. Die alte grün-braune Uniform wurde 1978 eingeführt.
Den weinen aber anscheinend die wenigsten Beamtinnen und Beamten hinterher. Mal abgesehen davon, dass sie moderner aussehen und auch aus moderneren Materialien gefertigt wurden, passen sie auch besser. „Vor allem die Hosen sitzen jetzt viel besser“, betont Polizeikommissarin Eva Maria Mittrop bei der Vorstellung der neuen Dienstbekleidung. „Sie sind sportlicher, bequemer und nicht so hoch und eng geschnitten“, ergänzt ihre Kollegin Katharina Hillebrand.
„Qualitativ ist das ein deutlicher Schritt nach vorne. Die Zufriedenheit ist sehr groß“, fasst Polizeidirektor Franz Josef Hahmann zusammen. Denn die neuen Uniformen sind seit fast zwei Jahren in anderen Dienststellen in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Siegen gehört landesweit zu den letzten Behörden, die umstellen. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Ausführungen. Die Kolleginnen und Kollegen im Bürodienst bekommen zwei Innendienstgarnituren mit Hemden, Krawatten, Schuhen und eine blaue Mütze.
Nur die Wintermütze fehlt noch
Die Uniformen für den Streifen- und Bezirksdienst sind mit den Cargohosen deutlich funktionaler ausgefallen. Diese Polizistinnen und Polizisten sind mit weißen Mützen ausgestattet. Neue Schuhe bekommen sie allerdings nicht – sie übernehmen ihre alten Sicherheitsschuhe. Sie erhalten dafür aber neue Kurzjacken für den Sommer sowie Parkas und Pullover für den Winter. Die synthetischen Stoffe sind robuster.
Für die Hosen gibt es zudem wasserabweisende, warme Unterzieher für den Winter. Lediglich die Mützen für die kalte Jahreszeit sind noch nicht da. Dort hat man sich beim Land noch nicht auf ein Modell einigen können. In der Diskussion stehen Vliesmützen, die aber nicht zur Uniform passen, und osteuropäisch anmutende Fellmützen.
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