Großer Bahnhof für neue Werkstatt in Siegen

Die Werkstatt an der Eiserfelder Straße macht die Eintracht zu einem „führenden regionalen Werkstattzentrum“, sagte Landrat Andreas Müller.
Die Werkstatt an der Eiserfelder Straße macht die Eintracht zu einem „führenden regionalen Werkstattzentrum“, sagte Landrat Andreas Müller.
Foto: Jens Plaum
Was wir bereits wissen
Die Kreisbahn Siegen-Wittgenstein nahm am Dienstag ihre neue Werstatt an der Eiserfelder Straße in Betrieb, und zwar offiziell

Siegen..  Rund drei Millionen Euro haben sie gekostet und machen die Eintracht zu einem „führenden regionalen Werkstattzentrum“ für Schienenfahrzeuge, wie Landrat Andreas Müller am Dienstagmorgen betonte.

Gemeinsam mit Kreisbahn-Geschäftsführer Martin Lauffer und Veit Salzmann, Chef der Hessischen Landesbahn, nahm er die neue Werkstatt und den Lokport – eine Art überdachter Parkplatz für Lokomotiven – für die Kreisbahn offiziell in Betrieb.

Investieren

Die Kreisbahn macht die Eintracht zur Drehscheibe ihres Geschäfts: im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinn. Bereits in den Jahren 2007 und 2008 investierte das Unternehmen, dessen einziger Gesellschafter der Kreis über seine Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft ist, am südlichen Rand der Stadtmitte mehr als vier Millionen Euro. Verwaltung und Betrieb wurden damals dort zusammengelegt, eine erste Werkstatt gebaut. Sechs Jahre lang teilte sich die Kreisbahn diese Werkstatt mit der DB Regio.

Mieten

Die Hessische Landesbahn war auf der Suche nach einer Werkstatt, als sie ihr Engagement in der Region intensivierte. Sie schickt inzwischen von Siegen aus Züge unter anderem nach Frankfurt und nach Bad Berleburg. Eine geteilte Halle allerdings wäre zu klein gewesen, sagte Veit Salzmann. Der Neubau auf der Eintracht kam also zur rechten Zeit. Das Unternehmen mietete die alte Halle sowie Lager und Sozialräume für 15 Jahre. Inzwischen sind Verwaltung, Disposition und Steuerung des Zugverkehrs in Siegen untergebracht.

Die Kreisbahn ihrerseits zog in den Neubau an der Eiserfelder Straße. Die Lokomotiven werden im Lokport, auf der anderen Seite des Stummen Lochs, geparkt. Der Einzug auf der Eintracht funktionierte derart reibungslos, sagt Veit Salzmann, dass sein Unternehmen selbst überrascht gewesen sei. Aus der Vergangenheit sei er Provisorien gewohnt: „Wir haben auch Kirmeszelte gemietet“, um zeitweise an den Zügen herumzuschrauben.

Zusätzlich zum Bau der beiden neuen Hallen haben Arbeiter kürzlich die Sanierung der 130 Jahre alten Brücke über die Sieg beendet. Sie verbindet die Eintracht mit dem Schienennetz.

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