Große und weniger große Ereignisse

Prozesse I: Mobbing auf dem Bauhof – 2008 wurde öffentlich, wie die „Rödeltruppe“ ihren Kollegen jahrelang misshandelt hat. Vor dem Arbeitsgericht schlossen Täter und Opfer einen Vergleich; der frühere Stadtgärtner bekommt insgesamt 16 000 Euro Schmerzensgeld.

Prozesse II: Stadtsanierung — das Oberverwaltungsgericht schlägt den Grundstücksbesitzern einen Vergleich vor, wie hoch ihr Ausgleichsbetrag für 35 Jahre Stadtsanierung sein soll. Nun muss die Politik entscheiden, auf wie viel Geld die Stadtkasse verzichten darf.

B 508: Die Bürgerinitiative „Weniger Lärm“, die für den Bau der Ortsumgehungskette wirbt, meldet sich mit der Erinnerung an ihre Forderungen Ende Januar — zum bisher letzten Mal.

SMS Siemag: Die Krise schlägt durch: Aufträge aus der Ukraine und aus Russland bleiben aus, das Unternehmen baut Stellen ab. Gerade erst hat der größte Gewerbesteuerzahler der Stadt 85 Millionen Euro in die Modernisierung des Standorts investiert.

Philharmonie: Dass das Orchester ausgerechnet jetzt, wo es selbst unter roten Zahlen ächzt, die billige Schützenhalle gegen einen Neubau in Siegen eintauschen könnte, stößt auf Unverständnis.

Ahorn: Immer wieder haben Autofahrer den „tapferen, kleinen Ahorn“ in der Bruchstraße angefahren. Als die Politik das Todesurteil sprach, griff Diethard Altrogge ein. Jetzt wächst und gedeiht der Baum im Garten seines Forstamts.