Große Stimmen in lockerer Stimmung
14.02.2010 | 14:35 Uhr 2010-02-14T14:35:00+0100
Siegen. Stimmgewaltig und spirituell: Viele bekannte Gospelstücke hörten am Samstagabend rund 100 Besucher im Leonard-Gläser-Saal...
...und kamen dabei selbst in Schwung. Sängerinnen und Sänger namhafter amerikanischer Chöre touren mit „The very Best of Black Gospel” durch Europa.
„ Gott schütze Siegen”, begrüßt Chorleiter Gregory M. Kelly das Publikum im nicht ganz so vollen Leonard-Gläser-Saal. Damit stellt er den religiösen Schwerpunkt der kommenden zwei Stunden direkt in den Vordergrund. Die Stücke stehen im Zeichen von Gott und dem liebevollen Miteinander. Bekannte Songs wie „Amazing Grace” und „Nobody knows” – vorgetragen von dem offensichtlich stimmlädierten aber dennoch großartigen Solisten Steve Spradley – oder „Amen” im kraftvollen Solo von Pfarrerstocher Dorry Lin Lyles reißen das Publikum mit.
Zwar müssen die zehn Sängerinnen und Sänger die Siegener immer wieder zum Aufstehen und Mitswingen auffordern, aber die Zuhörer kommen dem jedes Mal freudig nach. Die Vokalisten selbst haben sichtlich Spaß: Sie legen eine lockere Choreografie aufs Parkett und feuern sich bei Solo-Parts gegenseitig an. Natürlich sind die Zuhörer sind bei Refrains gefordert.
Auch ohne Mikrofon beeindruckend
In der Pause tauscht der Chor die typischen langen Roben gegen bunt gemusterte Kleider und Tuniken. Direkt beeindrucken die Sänger mit einer voluminösen Version von „Go down Moses” und beweisen danach, dass ihre Stimmen auch ohne Mikrofon den Saal füllen können. Die Zuschauer sind nicht zum ersten Mal an diesem Abend begeistert über die Hingabe und die Kraft des Chores. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Gäste stehend Zugaben fordern. Und die sollen sie auch bekommen, verspricht Gregory M. Kelly – aber erst wenn sie ihre Forderung singen. Belohnt wird der Einsatz des Publikums unter anderem mit „Oh happy Day”.
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