Gnadenkapelle nach Sanierung gesegnet

Siegen/Wilnsdorf..  Pfarrer Wolfgang Winkelmann hat am Sonntag vor rund 100 Gemeindemitglieder aus Siegen und Wilnsdorf die Gnadenkapelle an der Eremitage gesegnet. Die Kapelle war in monatelanger Arbeit saniert worden.

Im Jahr 1684 ließ der jesuitische Bruder Anton Hülse die Gnadenkapelle errichten, eine Kapelle mit Elementen aus der Renaissance, vereint mit Elementen der Gotik. Im Kapellenraum befindet sich das Grab des im Jahr 1703 verstorbenen letzten katholischen Erbprinzen Franz-Josef, dem Sohn des Fürsten von Oranien, Wilhelm Hyacinth von Nassau-Siegen. In der Kapelle befinden sich weiter eine Pietà und ein Altar aus dem Jahr 1736. Bei den nun abgeschlossenen Renovierungsarbeiten, die die Essener Firma Berchem unter der Leitung des Architektenbüros Sonntag und Partner ausführte, konnte insbesondere dieser Barockaltar restauriert werden.

Im Anschluss an die Messe fand eine erste Prozession zur sanierten Gnadenkapelle statt. Aus Platzgründen feierte die Gemeinde die Heilige Messe zunächst in der benachbarten Klosterkapelle, und das Allerheiligste wurde dann in einer Prozession zur Gnadenkapelle getragen, wo die eigentliche Segnung erfolgte.

Mit der Segnung nimmt die Kapelle wieder ihre zentrale Funktion an der Pilgerstätte „Eremitage“ ein. Das Gesamtensemble, zu dem neben der Gnadenkapelle auch eine angebaute Klause und ein Heiligenhäuschen mit der Statue des Heiligen Ignatius von Loyola gehört, steht unter Denkmalschutz. Das Heiligenhäuschen sowie weitere Teile der Anlage sollen noch restauriert werden.