Gewerbegebiet in Siegen bekommt Zuwachs

Das IT-Unternehmen Guntermann und Drunck baut unweit des Leimbachstadions ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude – Einzug soll im kommenden Jahr sein.
Das IT-Unternehmen Guntermann und Drunck baut unweit des Leimbachstadions ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude – Einzug soll im kommenden Jahr sein.
Foto: Jens Plaum
Was wir bereits wissen
Mit dem IT-Unternehmen Guntermann und Drunck zieht eine weitere Firma in das neue Gewerbegebiet im Oberen Leimbachtal in Siegen.

Siegen/Wilnsdorf..  „Das Ziel ist es, im Oktober oder November 2016 umzuziehen“, sagt Geschäftsführer Roland Ollek. Die Nutzfläche, die den Siegerländern dann zur Verfügung steht, soll 5500 Quadratmeter betragen.


Wie sieht es damit aus im jüngsten Siegener Industriegebiet?
Das Obere Leimbachtal ist nun zu 93 Prozent ausgelastet, heißt es dazu seitens der Stadtverwaltung. Von 112 000 Quadratmetern sind 104 500 Quadratmeter vergeben. „Vermarktet beziehungsweise reserviert sind Flächen an zehn Unternehmen“. Nur ein kurzes Stück entfernt, auf der etwas kleineren Martinshardt, sind laut städtischer Auskunft noch 35 Prozent der Flächen zu haben. Von den 40 760 Quadratmetern sind noch 14 300 Quadratmeter frei. Insgesamt stehen noch drei Grundstücke zur Auswahl, heißt es aus dem Rathaus weiter.

Warum bleibt das IT-Unternehmen nicht an seinem alten Standort?
Derzeit hat die Guntermann und Drunck GmbH ihr Zuhause im Industriegebiet Lehnscheid, ebenfalls in unmittelbarer Nähe zur A 45. An der Dortmunder Straße sind derzeit auf 3200 Quadratmetern Nutzfläche 105 Mitarbeiter beschäftigt. Tendenz: steigend. Vor sieben Jahren waren es noch 60 Arbeiter und Angestellte. „Wir wollen expandieren“, betont Roland Ollek. Insbesondere auf den asiatischen und den nordamerikanischen Markt. Das sei mit den Mitteln am alten Standort nur mit Einschränkungen möglich.

Das IT-Unternehmen gilt in Branchenkreisen als Hidden Champion. Auf dem Gebiet der Flugsicherung sind die Produkte aus Wilnsdorf – und bald aus Siegen – unverzichtbar. In Flughafentowern rund um die Welt kommt die Technik zum Einsatz. Guntermann und Drunck hat sich auf KVM-Technologie – Keyboard, Video und Maus – spezialisiert. Das ist die Verlängerung, Umschaltung und das Verteilen von standardisierten Rechnersignalen, und zwar in Echtzeit. Diese Technik ermöglicht es dem Nutzer, von verschiedenen Bedienstationen aus auf mehrere Computer oder Server zuzugreifen (wir berichteten).

Das bedeutet, Rechner und Server können ausgelagert, in einem anderen Raum untergebracht werden. Auf diese Art werden Platzprobleme behoben und die Belastung der Mitarbeiter wird minimiert. „Wir zielen mit unseren Produkten auf die Kontrollstellen dieser Welt“, sagt Roland Ollek.


Was geschieht mit leerstehenden Immobilien in den übrigen Siegener Gewerbegebieten?
Das entscheidet letztendlich derjenige, dem die Halle oder das Bürogebäude gehört. „In den meisten Fällen werden diese Standorte in der städtischen Immobilienbörse angeboten“, teilt die Stadtverwaltung mit. Folglich bleiben Angebot und Nachfrage die letztendlich entscheidenden Faktoren.

Im Birlenbacher Gewerbegebiet An den Weiden etwa gestaltet „sich die Nachnutzung der ehemaligen DEG-Gewerbehalle „aufgrund des Gebäudezuschnitts schwierig“. Sie „kann von produzierendem Gewerbe nicht direkt übernommen werden“. Die Halle steht noch immer leer.

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