Gespannt auf die aktuellen Entwicklungen

Bad Laasphe..  Dr. Torsten Spillmann ist zwar noch „gespannt auf die weitere Entwicklung“, doch der Bürgermeister sieht in den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Klinik Emmaburg“ auch „eine stemmbare Herausforderung mit riesengroße Chancen für die Stadt – wenn das Konzept rund ist“. Konkrete Planungen kennt Spillmann noch nicht, er erwartet aber in Kürze Informationen bei einem persönlichen Gespräch mit den Mitgliedern der Geschäftsführung.

Für die Stadt ist der Fortgang in den Räumlichkeiten der Emmaburg nicht uninteressant, zumal dort das Kurmittelhaus – eine Voraussetzung für den Bad-Titel – dort untergebracht ist. Weitere Stichworte in dem Zusammenhang: Badearzt, Badeabteilung, Kneipp-Anwendungen.

Bürgermeister Dr. Spillmann weiß, dass „Gesundheit und Tourismus ein enormes Standbein für unsere Stadt sind“. Daher könne man zunächst „von Glück reden, dass Investoren den Weg nach Bad Laasphe finden“. Dabei denkt Spillmann auch an den Verkauf der ehemaligen Lahnklinik und das damit verbundene Projekt neuer Seniorenwohnungen (wir berichteten).

Zusammenarbeit gut vorstellbar

Aktuell sei laut Spillmann ja das Thema „Gesundheit und Prävention“, mit dem Bad Laasphe gemeinsam mit mehreren Kurorten in Südwestfalen im Regionale-Wettbewerb steht. Mit den bisher erarbeiteten Ergebnissen gebe es auch für Bad Laasphe „Programme zum Beispiel zur Thematik Gesundheitsurlaub“. In diesem Punkt kann sich der Bürgermeister durchaus ein Zusammenspiel mit den neuen Investoren in der Lahnstadt vorstellen. Insgesamt könne das durchaus „eine Stärkung für die gesamte Region darstellen und darüber hinaus ein Instrument sein, Fachkräfte langfristig in Wittgenstein zu halten.“ Die Stadt Bad Laasphe freue sich, „dass hier momentan viele Aktivitäten laufen, und ich bin wie bisher zu Hilfestellungen, etwa bei Förderanträgen, bereit.“

Achatzi: Placebos hatten wir genug

Ein wenig Skepsis schwingt noch bei der Einschätzung von Martin Achatzi, dem stellv. Vorsitzenden des Wirtschaftsförderungsausschusses der Stadt mit. Achatzi hatte unsere Berichterstattung im Internet während seines Frankreich-Aufenthaltes verfolgt und kommentiert am Telefon: „Letzten Endes müssen wir alle abwarten, was daraus wird. Wir haben ja schon Vieles kommen und gehen sehen. Ein Urteil kann ich mir jedoch erst erlauben, wenn ich die Pläne auf dem Papier sehe. Obwohl: Prof. Bien auch viel auf dem Papier hatte, woraus nichts geworden ist.“ Achatzi spricht aus, was wohl die meisten in Bad Laasphe denken: „Wir müssen erst einmal wissen, wer hinter der Investorin steckt. Wenn deren Pläne nachhaltig sind und durchgezogen werden, dann will ich das gern begrüßen. Aber von Placebos hatten wir hier genug.“