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Gemeinschaftsjagd rund um Hohenroth

27.10.2009 | 13:17 Uhr
Gemeinschaftsjagd rund um Hohenroth

Eine jagdliche Premiere gab es jetzt am Forsthaus Hohenroth, als sich rund 70 Treiber, Jäger und Gäste zur ersten gemeinsamen Jagd in privaten und staatlichen Waldflächen rechts und links des Höhenkamms versammelten.

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Mit dem Signal Aufbruch zur Jagd entließend die Bläser des Regionalforstamtes Siegen-Wittgenstein am Mittag die Jäger auf die Ansitze und die Treiber mit ihren Hunden in das Unterholz.

Der Staatsforst veranstaltet wie die anderen Regional-Forstämter in Nordrhein-Westfalen seit Jahren die herbstlichen Drückjagden in den Wäldern des Landes. Sie sind Teil der Bewirtschaftung von staatlichen Wäldern. Gleichzeitig sollen so zu hohe Wildbestände, die zu Waldschäden führen, dezimiert werden.

In den Privatrevieren sind diese Treiben eher unüblich. Mit der Gemeinschaftsveranstaltung, die im Gedenken an den letztes Jahr verstorbenen Leiter des Waldinformationszentrums auf Peter-Lemke-Jagd getauft worden war, betraten Förster und Privatjäger im Siegerland neuen Boden. Beteiligt waren hier die Reviere Walpersdorf II, Werthenbach I und II mit ihren Pächtern Hans Martin Bub, Dieter Kapp und Dr. Heinz-Friedel Lengeling sowie das Forstamt, für das der Forstamtsleiter Diethard Altrogge im oberen Lahntal als Jagdherr verantwortlich zeichnete.

Als besonders erfreulich wertete es Forstdirektor Diethard Altrogge in seiner Begrüßung, dass zudem die Waldbesitzer mit von der Partie waren. Die Waldgenossen aus Sieg- und Werthetal wirkten teils als Jagende, teils als Treiber mit.

Wenn sich die Strecke nach vier Stunden auch sehr in Grenzen hielt, tat dies der Stimmung am Abend keinen Abbruch. Ein achter Hirsch, vier Stück weibliches Rotwild und drei Rehe galt es am Forsthaus beim Schein der Fackeln für die Jagdhornbläsergruppe Wilgersdorf zu verblasen.

Wir haben einen guten Start gefunden“, fasste Altrogge wenig später im Auditorium über dem Waldinformationszentrum Hohenroth zusammen, wo sich die die Teilnehmer zum Schüsseltreiben mit Grünkohl und Kassler versammelten. „Das ist das eigentlich Schöne, das Zusammenrücken und das gegenseitige Verstehen“, stellte Hans-Martin Bub für die Privatrevierpächter in seiner Rede fest. Da stand längst fest, dass es im kommenden Herbst eine Wiederholung geben soll. Dann werden möglicherweise auch die Jagdhunde mehr gefordert sein, Schwarzwild aus den Dickungen zu treiben. Denn die Sauen waren bei der großen Gemeinschaftsjagd mit angeleinten Hunden einfach in Deckung geblieben.

Am vergangenen Mittwoch zeigte sich bei einer der regulären Drückjagden des Staatsforstamtes an der Eder im Grenzbereich zu den Wittgensteiner Revieren, dass Lauf- und Stöberhunde in Bewegung bringen können. 34 Stück lagen abends auf der Strecke, davon allein 15 Stück weibliches Rotwild.

Dirk Herrmann

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