Gemeinsam für Umwelt und Klima

Burbach..  Die Gemeinde Burbach möchte zusammen mit Vertretern der Wirtschaft und engagierten Bürgern einen neuen Verein zur Förderung des Umwelt- und Klimaschutzes gründen. Damit möchte die Kommune an bisherige Aktivitäten anknüpfen und eine neue Plattform für bürgerliches Engagement schaffen. Die Gründungsveranstaltung ist am kommenden Montag.

Bis zum Jahr 2050 möchte die Gemeinde ihre Treibhausgas-Emissionen um 95 Prozent im Vergleich zu 2010 verringern. Wie das geht, beschreibt der „Masterplan 100% Klimaschutz“, ein Förderprogramm des Bundesumweltministeriums, an dem auch Burbach teilnimmt. Viele Projekte habe man bisher angegangen und umgesetzt.

„Das geht natürlich nicht als Einzelkämpfer“, betont Bürgermeister Christoph Ewers. Vielmehr sei eine breite Basis dafür notwendig. Für rund die Hälfte der Kohlendioxid-Belastung seien Unternehmen verantwortlich, gut ein Drittel gehe auf die Bürgerinnen und Bürger zurück, so Carolin Vomhof, die Klimamanagerin der Stadt. „Deshalb wollen wir alle mit ins Boot holen.“

Viele potenzielle Arbeitsfelder

Plattform dafür soll der neue gemeinnützige „Verein zur Förderung der natürlichen Lebensgrundlagen“ werden. Ein Satzungsentwurf liegt bereits vor. Ziel sei es demnach, Landschaft, Umwelt, Tiere und Pflanzen sowie die Bedürfnisse der Bevölkerung am Naturraum miteinander in Einklang zu bringen. Der Fokus solle vor allem auf der Umsetzung des Masterplans liegen, so die Verwaltung.

„Wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie zukünftig die Mobilität aussehen soll“, erläutern Carolin Vomhof und die Umweltberaterin der Stadt, Elisabeth Fley. Der Verein könne sich dafür stark machen und eine Kampagne initiieren, die sich mit Fragen der umweltfreundlichen Fortbewegung auseinandersetzt. Er könne beispielsweise die Vorteile von E-Bikes oder ÖPNV-Nutzung beleuchten. Im Zuge dessen sei die Ausbildung so genannter ÖPNV-Botschafter möglich, die Auskünfte über Fahrpläne und Linienverbindungen geben können.

Beim Blick auf die Ressourcen für Gewinnung von Wärme ergeben sich ebenfalls Ansatzpunkte. In Burbach werde wie im restlichen Siegerland sehr viel mit Holz geheizt, so Vomhof. In Kooperation mit den Schornsteinfegern könne der Verein sich dafür einsetzen, dass Rohstoffe noch effizienter genutzt werden, ergänzt Fley.

„Wir hoffen, dass viele mit dabei sind und sich für dieses Thema engagieren“, sagt Bürgermeister Ewers. So sollen auch in Zukunft in der Gemeinde Burbach eine lebenswerte Umgebung mit vielfältiger Landschaft und bezahlbare Energiepreise gewährleistet sein. Dieses Thema gehe alle Menschen etwas an.