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Gedenkfeiern in den Kommunen des nördlichen Siegerlands

16.11.2008 | 20:30 Uhr
Gedenkfeiern in den Kommunen des nördlichen Siegerlands

Auch an den Ehrenmalen von Freudenberg, Hilchenbach und Netphen wurden Gedenkfeiern für die Toten der beiden Weltkriege abgehalten.

 In Hilchenbach wird die Gedenkfeier seit vielen Jahren auf dem alten Friedhof abgehalten, gefolgt von einer Kranzniederlegung auf dem benachbarten jüdischen Friedhof. Unter der Leitung des VdK-Ortsvorsitzenden Ulrich Hassler und Pastor Thomas Bergmann von der freien ev. Gemeinde gedachten rund 70 Anwesende der Kriegstoten. Auch der stellvertretende Hilchenbacher Bürgermeister Klaus Stötzel hielt im Anschluss eine kurze Gedenkrede. Auf dem jüdischen Friedhof verlas Dr. Hans Christhard Mahrenholz vom Geschichtsverein die Namen der ermordeten jüdischen Mitbürger; Pfarrer Rüdiger Schnurr hielt die Gedenkrede.

Volkstrauertag in Netphen

In Netphen hielt Ortsbürgermeisterin Dorothea Spies die Gedenkstunde unter Mitwirkung zahlreicher Ortsvereine ab. Dorothea Spies führte aus, dass auch heute noch Deutsche im Krieg fallen - wie vor kurzem am Hindukusch. Seit Beginn des Einsatzes deutscher ISAF-Soldaten stieg mit den jüngsten Opfern die Zahl auf 30. Doch gebe es junge Leute, die heute in Projektgruppen arbeiteten, um derer zu gedenken, die ihr Leben lassen mussten.

In Freudenberg eröffnete Bürgermeister Eckhard Günther die Gedenkfeier auf dem Friedhof und übergab das Wort an den ev. Pastor Thomas Ijewski. Der Geistliche sprach darüber, dass die Menschen mit Herz, Hand und Kopf innehalten, nachdenken und mehr Achtung füreinander aufweisen sollten. Die zahllosen Opfer der Gewalt zeigten, wozu Menschen fähig seien - in der Vergangenheit, der Gegenwart und auch Zukunft. Die Aufgabe des Volkstrauertages sei es, die Erinnerung an jene, die Opfer von Bürgerkrieg, Verfolgung, politischer Willkür und des Terrorismus wurden, aufrechtzuerhalten. Er appellierte an die Verantwortung aller, den Frieden zwischen Menschen zu Hause und in aller Welt zu stärken. Kränze legten Stadt, Feuerwehr und Schützenverein nieder.

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