Gasalarm in Deuz – Leitung nach sechs Stunden abgedichtet

Ein Baggerfahrer hatte in der Kölner Straße ein Leck an einer sensiblen Stelle in die Gasleitung geschlagen. Häuser wurden evakuiert. Die Ortsdurchfahrt im Netphener Stadtteil Deuz war stundenlang gesperrt.
Ein Baggerfahrer hatte in der Kölner Straße ein Leck an einer sensiblen Stelle in die Gasleitung geschlagen. Häuser wurden evakuiert. Die Ortsdurchfahrt im Netphener Stadtteil Deuz war stundenlang gesperrt.
Foto: Jürgen Schade
Was wir bereits wissen
Die Ortsdurchfahrt im Netphener Stadtteil Deuz war wegen eines Gaslecks stundenlang gesperrt. Um kurz vor 14 Uhr wurde die Gasleitung von einem Spezialisten abgedichtet. Polizei und Feuerwehr gaben Entwarnung.

Netphen-Deuz.. Eine aufgerissene Gasleitung hat am Mittwoch für einen sechs Stunden langen Einsatz in der Deuzer Ortsmitte gesorgt. Ein Baggerfahrer hatte gegen 8 Uhr in der Kölner Straße ein Leck an einer sensiblen Stelle in die Leitung geschlagen. Häuser wurden evakuiert. Die Ortsdurchfahrt Deuz war stundenlang gesperrt. Fahrzeuge wurden umgeleitet. Es kam zu Verkehrsbehinderungen. Um kurz vor 14 Uhr wurde die Gasleitung von einem Spezialisten abgedichtet.

Gasleitung an empfindlicher Stelle beschädigt

Als die Einsatzkräfte der Feuerwehren Netphen, Deuz, Grissenbach und Irmgarteichen am Mittwochmorgen um 7:58 Uhr alarmiert wurden, ahnten sie noch nicht, dass sie am frühen Nachmittag noch immer im Einsatz sein würden. „Wenn eine Gasleitung bei Bauarbeiten beschädigt wird, ist das eigentlich auch keine dramatische Sache“, sagt RWE-Sprecher Christoph Brombach. Der Baggerfahrer hatte allerdings das Leck in einer Schnittstelle von Hauptleitung und Hausanschluss geschlagen – eine empfindliche Stelle, da das Loch dort nicht mit den gängigen Methoden verschlossen werden kann. Feuerwehr-Einsatzleiter Sebastian Reh entschied daher, dass ein Abdichten der Leitung an dieser Stelle zu gefährlich ist.

Gasalarm „Es wurden verschiedene Szenarien durchgespielt, wie man der Situation Herr werden kann“, sagte Polizeisprecher Maik Reichmann. Schließlich wurde eine Spezialfirma aus Iserlohn gerufen. Da die Hauptleitung den Ort und die umliegenden Industriebetriebe versorgt, entschied sich RWE in Absprache mit Polizei und Feuerwehr die Gaszufuhr nicht abzustellen – daher blieben die Firmen von Produktionsausfällen verschont. „

Das war eine Abwägung. Das Gas konnte an dieser Stelle gefahrlos ausströmen“, so Brombach. Mit einer Schaufel wurde etwas Erde auf das Leck geworfen, damit das Entweichen des Gases eingedämmt wurde. Bewohner von vier Häusern mussten ihre Wohnungen verlassen. „Eine reine Sicherheitsmaßnahme“, versichert Brombach. Die Ortsdurchfahrt Deuz wurde komplett gesperrt.

Spezialist aus Iserlohn schließt das Gasleck

Gegen 13.30 Uhr dichtete der Spezialist aus Iserlohn die Leitung ab. Rund 30 Meter links und 30 Meter rechts von der Leck geschlagenen Leitung setzte er mit einem Schweißgerät eine Art Pfropfen in die Leitung. „Diese Unternehmen können Leitungen schweißen, auch wenn Gas dadurch strömt“, erläutert der RWE-Sprecher. Kurze Zeit später wurde die Komplettsperrung der Ortsdurchfahrt Deuz aufgehoben. Der Verkehr wurde zunächst einseitig mit Ampelregelung an der Baustelle vorbeigeführt. „Wir rechnen damit, dass am Nachmittag gegen 17 Uhr die Reparaturarbeiten abschlossen sind. Dann haben die zwei betroffenen Haushalte auch wieder Gas“, sagte Brombach am Mittwoch.

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