Ganzjahresbad nicht vor 2019 ?

Freudenberg..  Frühestens im Jahr 2017 soll mit dem Planungsprozess für den Umbau des Freibads im Gambachtal begonnen werden. Erst dann werde die Stadt die „notwendige Liquidität“ zur Verfügung haben, um in der Folge ein Konzept zu realisieren, das ganzjährige Schwimmen in Freudenberg zu ermöglichen. Weitere zwei Jahre brauche die Verwaltung, um die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Badebetrieb unter einem schützenden Dach stattfinden kann.

Das Freibad wird im Mai 50 Jahre alt. Dieses Jubiläum soll mit einem Aktionstag gefeiert werden, für das ein umfangreiches Programm in Vorbereitung ist. Allerdings sei das Umfeld „verbesserungswürdig“, räumt die Stadtverwaltung ein, wie in ihrer Stellungnahme zu einem Antrag der SPD nachzulesen ist. Die Fraktion hatte Ende vorigen Jahres die Initiative ergriffen, die Zukunftssicherung der größten öffentlichen Sport- und Freizeitanlage zu thematisieren. Einzelheiten werden allerdings erst im Zuge der bevorstehenden Haushaltsplanberatungen für 2015 geklärt werden.

Ein Bädergutachten für Freudenberg hatte vor einigen Jahren einen hohen Investitionsaufwand gefordert. Bislang einzige und nachhaltige Antwort darauf war die Schließung des Hallenbads im Schulzentrum, das nun Standort der künftigen Gesamtschulmensa werden soll. Seitdem war der Schwimmunterricht der Freudenberger Schulen auf die Sommersaison beschränkt.

Für das baulich und technisch reparaturbedürftige Freibad wurde die Vision eines Ganzjahresbades entwickelt, das den Wegfall des Hallenbads auf Dauer kompensieren soll. Ein Planungsbüro zeigte auf, welche Modelle dafür in Frage kommen: etwa ein verschiebbares Dach, das je nach Jahreszeit aktiviert werden kann, wäre aber mit erheblichen Kosten verbunden.

Kiosk nach Außen öffnen

So wird es zum Jubiläum bei einigen Schönheitsreparaturen bleiben, wie sie der angespannten Kassenlage Freudenbergs entsprechen. Immerhin wird darüber nachgedacht, den Freibadkiosk auch für Besucher von außen zugänglich zu machen. Vorsorglich warnt die Verwaltung allerdings davor, dass unbedingt vermieden werden müsse, „dass wie in früheren Jahren vor dem Freibad Trinkgelage stattfinden“.