Für den Badespaß im Ochsenweiher

Kredenbach..  Um die enormen Wasserverluste des Naturfreibads Kredenbach mittelfristig zu vermeiden, soll die Stadtverwaltung die Ursachen erkunden und eine Lösung vorschlagen. Dies hat der Sportausschuss in seiner Sitzung am Dienstag beschlossen und gleichzeitig festgelegt, dass das Bad, der so genannte „Ochsenweiher“, auch in den Sommerferien 2015 vom 28. Juni bis 11. August geöffnet wird.

Stadtbaurat Eberhard Vogel sagte zu, dass wie auch im vorigen Jahr Wasserverluste durch Frischwasserzufuhr ausgeglichen werden sollen -- da waren es über 1000 Kubikmeter. Für die große Lösung, nämlich die Abdichtung des Beckenbodens oder des Dammes, fehlt der Stadt zurzeit das Geld. Vor einigen Jahren war laut Vogel schon einmal darüber nachgedacht worden. Aber damals wie heute schienen 20 000 Euro zu viel.

Doch anders als es die Verwaltung dargestellt hatte, ist auch der Förderverein Ochsenweiher, der sich seit der ersten Schließung im Jahr 2008 bei der Unterhaltung des Freibads eingebracht hatte, wieder im Boot. Ihr Sprecher Werner Irle, der in der Ausschusssitzung anwesend war, bestätigte, dass weiterhin das Interesse der Bürger vorhanden sei, zum Erhalt des Bades beizutragen. Es gebe eine Reihe von engagierten Kredenbachern, die wie in den Jahren zuvor die Pflege der Anlagen übernehmen wolle.

Wichtiger Faktor in der Infrastruktur

Das war auch der Tenor der Diskussionsbeiträge aus den Fraktionen: Uwe Saßmannshausen (SPD) sagte, dass sich die SPD „schützend vor den Ochsenweiher“ stelle, da das Naturfreibad ein wichtiger Faktor in der Infrastruktur des Stadtteils Kredenbach sei. Doch müsse nicht nur nach der Ursache für die Wasserverluste geforscht, sondern das Freizeitangebot auch attraktiv gestaltet werden — und nicht nur geöffnet sein, wenn gutes Wetter herrscht. Immerhin seien in den vergangenen Jahren durchschnittlich 1360 Besucher während der relativ kurzen Saison dort gezählt worden. Nur 2014 war es wegen der vorzeitigen Schließung zu einem Besuchereinbruch gekommen.

Auch Ausschussvorsitzender Philipp Krause (CDU) sprach sich für die „nachhaltige“ Sicherung des Standorts Kredenbach aus. Ohnehin gebe es immer wieder Befürchtungen in der Bevölkerung, dass das eine oder andere Naturfreibad von Schließung bedroht sei. Rainer Lange (UWG) wollte zumindest für dieses Jahr die Entwicklung beobachten lassen. Vielleicht könne auch die Feuerwehr dafür gewonnen werden, den Wasserspiegel zu halten.