Frühlingssonne küsst Frösche wach

Siegen..  Der Siegener Verein „Amphibienschutz Leimbachtal“ und die Stadt Siegen suchen freiwillige Helfer, um Kröten und Frösche bei ihrer Wanderung vor dem Straßenverkehr zu schützen. Wer mithelfen will, kann sich am Donnerstag, 5. März, um 17 Uhr bei einer Info-Veranstaltung an der Leimbachstraße (Treffpunkt unterhalb der Zufahrt zum Gewerbegebiet Leimbachtal) informieren.

Tausende Kröten, Frösche, Molche und andere Amphibien verlassen an den ersten feuchtwarmen Frühlingstagen ihre Winterquartiere. Von März an bis April wandern die nützlichen Tiere bei uns zu ihren Laichgewässern – und kommen in Massen unter die Räder. Vorbeifahrende Autos werden für sie zur tödlichen Falle.

Sperrungen für den Fahrzeugverkehr

In Gosenbach im Bereich des Ehrenmals am Denkmalsweg werden von der Umweltabteilung der Stadt Siegen die Straßen zum Schutz der wandernden Amphibien je nach Witterung zwischen Anfang März und Mitte April abends und nachts für den Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Gleiches gilt für die Lindenstraße in Höhe des Naturfreibads Eiserfeld.

Für die nachstehenden Straßenabschnitte werden noch freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht, die die Krötenzäune bzw. die eingegrabenen Eimer in den frühen Morgen- und Abendstunden kontrollieren und die Amphibien sicher auf die andere Straßenseite bringen:
Leimbachstraße im Bereich der Tennisplätze
Ortsausgang Trupbach in der Kurve zur Panzerstraße
Ortsausgang Gosenbach in Richtung Oberschelden und an der Zufahrtstraße zum Sportplatz
in Eiserfeld am Freibad, Ortseingang Siegener Straße
in Freudenberg-Lindenberg
in Eisern/Obersdorf an der Buswende Obersdorfer Straße.

Neue Laichgewässer angelegt

Ein Massensterben von Amphibien an der stark befahrenen Leimbachstraße konnte dank des Einsatzes vieler ehrenamtlicher Helfer in den vergangenen Jahren verhindert werden.Entlang der Leimbachstraße wurde ein stationäres Amphibienleitsystem errichtet, das die wandernden Tiere vom Überqueren der Straße abhalten soll. Als Ersatz wurden zwei neue Laichgewässer angelegt.

Verkehrsreiche Straßen sind für Amphibien schwer zu überwindende Hindernisse. Dafür verantwortlich ist neben ihrer langsamen Fortbewegungsweise auch die Tendenz, auf der im Vergleich zur Umgebung wärmeren Asphaltstraße sitzen zu bleiben, um ihren Körper nach der Winterruhepause aufzuwärmen. Die Verlustraten können dabei so hoch sein, dass örtliche Populationen ausgelöscht werden. Amphibien stehen bereits auf der Liste bedrohter Tierarten.