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Freudenberger Tisch richtet sich auf Dauer ein

16.09.2012 | 17:46 Uhr
Freudenberger Tisch richtet sich auf Dauer ein
Freudenberger TischFoto: skms

Freudenberg.   300 Bedarfsgemeinschaften, zu denen 840 Personen gehören: Das sind die aktuellen Zahlen, die auch in Freudenberg Armut widerspiegeln. 140 dieser Menschen wiederum nehmen allwöchentlich die Lebensmittelspenden des „Freudenberger Tisches“

300 Bedarfsgemeinschaften, zu denen 840 Personen gehören: Das sind die aktuellen Zahlen, die auch in Freudenberg Armut widerspiegeln. 140 dieser Menschen wiederum nehmen allwöchentlich die Lebensmittelspenden des „Freudenberger Tisches“, der nach dem Umzug aus dem alten Hauptschulgebäude vor einem Jahr ein neues Domizil hinter der Firma Knie an der Asdorfer Straße gefunden hat.

Unlängst wurden die vorhandenen vier Container, die als Lager- und Ausgaberäume für den Verein dienen, um zwei weitere Fertigbauelemente erweitert. Möglich gemacht haben dies die großzügigen Spenden, die das im Februar verstorbene Vorstandsmitglied Dr. Franz-Josef Peveling an Stelle von Blumen und Kränzen erbeten hatte.

Keine Ausgabe ohne Nachweis

Vorsitzende Renate Hein bedankte sich jetzt im großen Kreis vor allem bei den Angehörigen des Gründungsmitglieds des Freudenberger Tisches, das maßgeblich bei dessen Aufbau mitgeholfen hatte und sich bis zuletzt für die gute Sache engagierte.

Hinterlassen hat Franz-Josef Peveling „seinem“ Verein jedenfalls durch die Kranzspenden die finanziellen Mittel, die es möglich machten, die bislang drangvolle Enge in den grasgrün gestrichenen Containern zu überwinden. Statt rund 100 stehen den aktiven Männern und Frauen, die jede Woche die Lebensmittel von der Siegener Tafel, aus heimischen Geschäften herbeitransportieren, sortieren und familiengerecht verpacken, nun 140 Quadratmeter in dem dauerhaften Provisorium zur Verfügung.

Doch der Dank von Renate Hein ging nicht nur an Familie Peveling, sondern auch an die vielen anderen Helfer, die die Aufstellung der neuen gebrauchten Container überwachten, sich um die Statik kümmerten oder für deren Innenausstattung und Außenanstrich sorgten: eine große Schar ehrenamtlich tätiger Freudenberger Bürger, die für die sozial Schwachen in der Stadt Zeit und Arbeit investieren.

Mit Hilfe von Spenden (Infobox) konnte der aus der U-förmigen Anordnung der Container gebildete Innenhof überdacht werden. Renate Hein und die Helferinnen und Helfer des Tisches versprechen sich davon in der kalten Jahreszeit positive Auswirkungen auf die doch immensen Heizkosten. In dem Hof findet auch der bislang privat untergestellte Anhänger seinen Platz.

Die wöchentlichen Ausgabetermine können nun komplett unter Dach stattfinden; niemand muss im Freien warten. Dazu hat der Verein jetzt einen Besprechungsraum, einen Aufenthaltsraum für die Fahrer und ein Büro, wo die Berechtigungsscheine kontrolliert werden. Denn ohne den gibt es kein Lebensmittelpaket in der „Villa Laubfrosch“, wie die Wirkungsstätte des Freudenberger Tisches bislang hieß.

Auch als Erinnerung an Dr. Franz-Josef Peveling, den seine Freunde „Bubi“ nannten, schlug Renate Hein vor, die Vereinsräume in Anlehnung an die Kulturvilla Bubenzer künftig als „Sozialvilla Bubi“ zu bezeichnen.



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