Freies Internet Zukunftsprojekt für Freudenberg

Freudenberg..  „Wir verstehen uns nicht als Partei, sondern als unpolitische Organisation für Freudenberg“, beschreibt Uwe Schröder das Anliegen der neu gebildeten Gruppe „Bürger für Bürger“, die bereits mit ersten Ideen in die Öffentlichkeit gegangen ist. Der Haupt- und Finanzausschuss befasst sich am 23. April mit zwei dieser Eingaben.

Zum einen geht es der Gruppe um die LED-Straßenbeleuchtung. Sie will wissen, wann und welche Straßen und Plätze damit ausgestattet werden. Ein zweiter Antrag zielt auf die Attraktivierung des Freibads im Gambachtal ab, speziell auf Einrichtung und Öffnung des Kioskbereichs nach außen. Damit sollen auch die Nutzer des vorbeiführenden Zwei-Länder-Radwegs erreicht werden. Deshalb böte sich gerade für die zunehmende Zahl der elektromotorgetriebenen Räder (E-Bikes) eine Ladestation an.

Dabei hält die Gruppe „Bürger für Bürger“ eine solarbetriebene Lademöglichkeit für die ökologisch sinnvollste Lösung, schlägt aber als vorläufiges Angebot eine „Steckdosenverbindung“ vor, um zunächst die Resonanz auf die Möglichkeit zu testen. Als Standort geeignet für eine Ladestation wäre der vorhandene Fahrradparkplatz. Insgesamt könnte die Maßnahme sich auch positiv auf den Tourismus auswirken.

Auslöser für die Bildung von „Bürger für Bürger“, dem ein harter Kern von fünf Mitstreitern – vom Selbstständigen bis zum Sozialarbeiter – angehört, war voriges Jahr die geplante Verdoppelung der Grundsteuer B. Über Facebook fanden die Freudenberger zusammen, da sie ähnliche Vorbehalte gegen die drastische Steuererhöhung verbanden. Nach der Kommunalwahl im Mai begannen die bis dahin einander unbekannten Freudenberger sich zu treffen und erste Überlegungen anzustellen. Inzwischen finden an jedem ersten Montag eines Monats feste Termine in einem Altstadtlokal statt.

Diskussion mit Kandidaten

Ausgehend von diesen Zusammenkünften will die Gruppe dem Rat der Stadt und ihrer Verwaltung Impulse geben, „was man alles tun kann“ (Uwe Schröder). So zum Beispiel den leichteren Zugang zur Internetseite der Stadt, um als Bürgerin oder Bürger selbst Vorschläge und Anregungen einzureichen: „Das ist in Bad Berleburg besser geregelt“, weiß Uwe Schröder.

Der nächste Vorstoß soll einem stadtweiten freien W-LAN gelten – was andernorts auch noch nicht eingeführt ist. Dazu soll Ende Juni eine gemeinsame Informationsveranstaltung mit der Werbegemeinschaft stattfinden. Ferner plant die Bürger-Gruppe im Vorfeld der Bürgermeisterwahl im September eine Podiumsdiskussion mit allen Kandidatinnen und Kandidaten. Der Ratssaal ist bereits für einen bestimmten Termin reserviert, die Einladungen werden demnächst an die bekannten Bewerberinnen und Bewerber hinausgehen.

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