Freies Internet für Kreuztaler Mitte? – Politiker sind unsicher

Schnelles Internet in der Kreuztaler Innenstadt für alle und umsonst? Darüber muss die Politik zunächst noch beraten. Die Kosten schrecken die Politik ab, ebenso Rechtsvorschriften, wie die Einrichtung eines  Jugendschutzfilters.
Schnelles Internet in der Kreuztaler Innenstadt für alle und umsonst? Darüber muss die Politik zunächst noch beraten. Die Kosten schrecken die Politik ab, ebenso Rechtsvorschriften, wie die Einrichtung eines Jugendschutzfilters.
Foto: Hendrik Schulz
Was wir bereits wissen
Soll es in Kreuztal künftig in derInnenstadt Hotsports geben? Die Grünen fordern das, der Rest der Politik zögert.

Kreuztal.. In der neuen Stadtbücherei gibt es bereits den kostenlosen und drahtlosen Zugang ins Internet – das W-Lan. Der dort installierte Sender strahlt auch auf die umliegenden Bereiche aus. Theoretisch kann ein Nutzer mit seinem Smartphone vor dem Eingang zur Postbankfiliale davon Gebrauch machen. Doch die Kreuztaler Grünen meinen, dass in der heutigen Zeit größere Flächen zu versorgen seien – Hotspot“. Einen entsprechenden Antrag stellte die Fraktion jetzt an die Stadtverwaltung.

Im Infrastrukturausschuss wurde unlängst darüber beraten. Eine Entscheidung wurde vertagt. Denn die Verwaltung soll zunächst untersuchen, ob es kostengünstigere als die aktuell ermittelte Lösung gibt. Die sieht vor, an sechs bis sieben Stellen zwischen dem nördlichen Roten Platz und dem Kulturbahnhof Sender zu installieren, die den gesamten Innenstadtbereich mit kostenlosem Wlan abdecken.

Bis zu sieben Sender

Smartphone-Benutzer, die einen Vertrag mit umfassendem Internetzugang ohne zeitliche Begrenzung abgeschlossen haben, sind darauf nicht angewiesen. Aber vor allem bei Jugendlichen verbreitet sind die Prepaid-Handys, mit denen das Surfen im Internet besonders teuer ist. Dies ist eine Zielgruppe, der das Wlan zugute kommen soll.

Vorgesehen sind nach dem bisher von Amtsleiter Frank Bäcker (IT und Organisation) erarbeiteten Plan Standorte für die Sender am Rathauseingang zum Roten Platz hin, am Tiefgaragenaufgang (Glaswürfel) sowie im oberen Marktplatzbereich und am Heugraben und im Wartebereich des Bahnhofgebäudes. 16 000 Euro soll dies kosten – für einige Mitglieder des Ausschusses allerdings zu teuer. Daher sollen nun Insellösungen untersucht werden, die in der Summe weniger finanziellen Aufwand bedeuten. So lange wurde ein Beschluss zurückgestellt.

Betrachtet wurde allerdings auch der rechtliche Aspekt des kostenfreien Internetzugangs. Die Stadt sorgt ihrerseits vor, indem sie einen Jugendschutzfilter vorsieht, mit dem es unmöglich gemacht würde, „verbotene“ Seiten aufzurufen. Dem Missbrauch des freien Surfens an der frischen Luft soll damit von vornherein der Riegel vorgeschoben werden.

Auch werde dafür gesorgt, dass Hackerangriffe, also unerlaubte Zugriffe auf die Nutzer des Wlan-Angebots im Zentrum ausgeschlossen werden. In dieser Frage wird die Stadtverwaltung von der Kommunalen Datenzentrale unterstützt, die das Konzept ausgearbeitet hat..