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Forscherteam der Uni Siegen sucht elementare Antworten

17.08.2012 | 21:00 Uhr
Forscherteam der Uni Siegen sucht elementare Antworten
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet richtet in der theoretischen Experimentalteilchenphysik an der Universität Siegen eine neue Forschergruppe zum Thema „Quark Flavour Physics and effective Field Theories“ ein. Für die Dauer von drei Jahren stehen rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Das Foto, aufgenommen im Sommer 2012, Bild zeigt die Forschergruppe (v. l.): Prof. Dr. Alexander Khodjamirian, Prof. Dr. Thomas Mannel, Prof. Dr. Alexej Pivivarov, Prof. Dr. Gudrun Hiller, Dr. Tobias Huber, Prof. Dr. Thorsten Feldmann, Dr. Björn Lange und Prof. Dr. Nikolaj Uraltsev.Foto: Universität Siegen

Siegen.   Die Universität Siegen erhält 1,2 Millionen Euro für eine neue Forschergruppe im Bereich der theoretischen Elementarteilchenphysik. Wie die Pressestelle mitteilte, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Einrichtung der Forschergruppe zum Thema „Quark Flavour Physics and effective Field Theories“ bewilligt.

Angelegt ist das Projekt auf zunächst drei Jahre. Im Anschluss besteht eine Option zur Verlängerung um 36 Monate. Projektleiter ist Prof. Dr. Thomas Mannel, Prorektor für strategische Hochschulentwicklung der Universität Siegen. Das Team wird sich mit den elementaren Bausteinen der Materie, den Quarks, befassen. „Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es sechs unterschiedliche Quark-Sorten, sogenannte Flavours“, heißt es weiter. „Flavour“ ist das englische Wort für „Geschmack“.

Aus den Wechselwirkungs- und Umwandlungsprozessen von Quarks verschiedener „Flavours“ können wichtige Erkenntnisse gewonnen werden – etwa darüber, woher der Überschuss von Materie relativ zur Antimaterie im Universum kommt oder wie die Teilchen ihre Massen erhalten. In der Forschergruppe soll auch der Zusammenhang der „Quark Flavours“ mit der kürzlichen Entdeckung am Kernforschungszentrum CERN in Genf – die sehr wahrscheinlich das schon lange vermutete Higgs-Teilchen ist – untersucht werden.

Die Beschreibung der Natur bei kleinsten Abständen erfolgt im Rahmen des Standardmodells der Elementarteilchenphysik. „Dieses Modell ist sehr erfolgreich“, schreibt die Uni-Pressestelle. Es werde aber angenommen, „dass es nicht die fundamentale Theorie der Natur darstellt“. Das neue Forscherteam soll deshalb auch Rechnungen vornehmen, die präzise Vorhersagen von Prozessen der verschiedenen Quark-Flavours machen. Zusammen mit den laufenden Experimenten am CERN und am KEK (high Energy Accelarator Research Organisation) im japanischen Tsukuba könnten damit „erste Hinweise auf eine noch fundamentalere Theorie als das Standardmodell gefunden werden“.


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