Feuerwehr kann auf ihren Nachwuchs zählen

Befördert, ernannt und verabschiedet (von links): Florian Klünder, Stefan Kriening, Thorsten Schreiber, Christian Moll, Benjamin Kretzer, Christian Heß und Alexander Stracke.
Befördert, ernannt und verabschiedet (von links): Florian Klünder, Stefan Kriening, Thorsten Schreiber, Christian Moll, Benjamin Kretzer, Christian Heß und Alexander Stracke.
Foto: Björn Hadem/Feuerwehr Kreuztal

Kreuztal. 162 Mal musste die Kreuztaler Stadtfeuerwehr im Jahr 2014 den Notrufen ihrer Bürger nachgehen. Dabei machten 45 Brände den geringeren Anteil aus: Immerhin 80 Mal wurde die Stadtfeuerwehr Kreuztal zu technischen Hilfeleistungen unterschiedlicher Art gerufen.

Dass nicht jeder Notruf berechtigt war, ließ Kreuztals Feuerwehrchef Berthold Braun auf der Jahresdienstbesprechung der Stadtfeuerwehr deutlich durchblicken: „Manchmal muss man die Ersuchen infrage stellen, denn durch ein wenig Eigeninitiative der Anrufer müsste der Ehrenamtler nicht unbedingt am Sonntagmorgen zu einem vermeintlichen Erdrutsch geweckt und Einsatzkräfte nicht wegen einer Katze auf dem Dach von ihrer Arbeitsstelle geholt werden.“

Mitgliederzahl leicht gestiegen

Arbeit bot das Jahr 2014 der Kreuztaler Feuerwehr doch auch jenseits von Einsätzen reichlich: „Allein unsere Mitgliederwerbung hat viel an zeitlicher Investition von uns verlangt.“ Die Mühen rund um den „Tag der Feuerwehr“ im vergangenen Sommer hätten sich jedenfalls voll und ganz gelohnt. Mit 238 männlichen und 27 weiblichen Einsatzkräften sei im Vorjahresvergleich sogar ein Plus von sechs Personen zu verzeichnen. Mitgliederwerbung bleibt eine große Aufgabe in der Kreuztaler Feuerwehr. Sie kann auch auf eine über 80 Mitglieder starke Jugendfeuerwehr bauen, die der Einsatzabteilung im vergangenen Jahr acht neue Aktive bescherte.

„Feuerwehrensache“ ist der Name eines landesweiten Projekts zur „Förderung des Ehrenamtes der Feuerwehren in NRW“, an dem sich auch die Kreuztaler Feuerwehr beteiligt. Sie testet neben einer Handvoll weiterer Kommunen die „Feuerwehr der Zukunft – generationenübergreifendes Projekt und Inklusion“. Dabei sollen sich alle Feuerwehrangehörigen einem Sporttest unterziehen, um ihre Einsetzbarkeit genauer zu bestimmen. Jugendliche schon ab 16 Jahre und Feuerwehrveteranen auch jenseits der bisherigen Altersgrenze können und sollen sich dann im aktiven Feuerwehrdienst engagieren.

Wechsel bei Jugendfeuerwehr

Mehrere Ernennungen und Beförderungen nahm Berthold Braun auf der Jahresdienstbesprechung vor: Er entließ auf dessen Wunsch Stefan Kriening aus der Verantwortung als stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart und setzte Florian Klünder als dessen Nachfolger ein. Christian Moll ist neuer stellvertretender Löschgruppenführer in Krombach in der Nachfolge von Jörg Schweisfurth. Krombachs Löschgruppenführer Thorsten Schreiber wurde für weitere sechs Jahre zum Zugführer des Löschzugs III (Eichen/Krombach/Littfeld) ernannt. Benjamin Kretzer vom Löschzug Kreuztal erlebte nach bestandenem Lehrgang in Münster die Beförderung zum Brandmeister, sein Einheitskollege Christian Heß wurde zum Hauptbrandmeister befördert. Alexander Stracke ist seit Samstag offiziell neuer Jugendwart im Team der Kreuztaler Jugendfeuerwehr.

Neu ist auch der Kommandowagen, den Bürgermeister Walter Kiß an die Wehrführung übergab. Den knapp ein Jahr alten Audi hatte die Stadt als Vorführmodell erworben: Dass ehemalige Notarzteinsatzfahrzeug wurde als Kommandowagen für den Einsatzdienst umgestaltet. Die Anschaffung war nötig geworden, weil das Vorgängermodell, ein Geländewagen aus dem einstigen Bestand der Wasserwerke, beträchtliche Reparaturkosten verursacht hätte.