Feuerteufel aus Siegen weiter auf freiem Fuß

Die Trümmer einer Gasflasche. Sie explodierte unter dem hohen Druck in einem brennenden Wohnmobil.
Die Trümmer einer Gasflasche. Sie explodierte unter dem hohen Druck in einem brennenden Wohnmobil.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Serienbrandstifter, auf dessen Konto rund 30 Brandanschläge gehen, ist weiter auf freiem Fuß. der Verdacht gegen einen festgenommen Man hat sich „nicht weiter erhärtet.“

Siegen..  Der Anfangsverdacht gegen den am Donnerstag nach dem Anschlag auf ein Wohnmobil am Rosterberg „von der Polizei vorläufig festgenommenen jungen Mann hat sich nicht weiter erhärtet“, so die Polizei am Freitagnachmittag.

„Der Festgenommene wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen“, sagte Polizeisprecher Georg Baum. Der Mann, war im Rahmen einer Fahndung kurz nach der Tat von Polizisten aufgegriffen und zur Wache gebracht worden. Er hatte die Nacht in Gewahrsam der Polizei in Weidenau verbracht und war von den Beamten vernommen worden.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag blieb die Innenstadt von Brandstiftungen verschont. Nach dem Wohnmobilbrand gegen 19.15 Uhr wurden keine weiteren Brandstiftungen gemeldet. Auch am Freitag war es tagsüber und in den Abendstunden ruhig. Die Feuerwehr musste zu keinem vorsätzlich gelegten Feuer ausrücken.

Sachschaden liegt inzwischen bei deutlich über 100 000 Euro

Unterdessen wurde gestern deutlich, dass es großes Glück war, dass der Brand des Wohnmobils am Rosterberg schnell entdeckt wurde, so dass verhältnismäßig geringer Sachschaden entstanden ist. Die Polizei schätzt ihn auf 2000 Euro. In dem Fahrzeug waren zwei Gasflaschen deponiert. Bei dem Wohnmobilbrand am Dienstagabend am Rosterberg waren Gasflaschen explodiert. Man könne in der Dunkelheit nicht sehen, wo die zerborstenen Flaschen landen, sagte ein Feuerwehrmann. Die Trümmer wurden daher zur Gefahr für Feuerwehrleute und Schaulustige.

Ein Schutz vor dem Serienbrandstifter ist kaum möglich, weil der Täter offenkundig wahllos vorgeht. Die Polizei, die eine Ermittlungskommission eingerichtet hat, hält daher ihren Fahndungsdruck aufrecht. Aufs Konto des Täters gehen bislang rund 30 Brandstiftungen, etwa die Hälfte davon waren Fahrzeuge. Der Sachschaden liegt bei deutlich über 100 000 Euro.

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