Feuerteufel aus Siegen schlägt am Abend wieder zu

Am Real-Markt in der Eiserfelder Straße brennt am Freitagabend wieder ein Auto.
Am Real-Markt in der Eiserfelder Straße brennt am Freitagabend wieder ein Auto.
Foto: Jürgen Schade
Was wir bereits wissen
Ein schwarzer Kia ist am Freitagabend auf dem Parkplatz des Real-Marktes ausgebrannt. Es handelt sich wieder im ein vorsätzlich gelegtes Feuer. Der Täter entkommt unerkannt.

Siegen..  Der Serienbrandstifter, auf dessen Konto rund 30 Brandanschläge gehen, ist weiter auf freiem Fuß. Am Freitagabend gegen 19.40 Uhr brennt erneut ein Auto am Real-Markt in der Eiserfelder Straße. Der Täter konnte fliehen.

Während die Siegener noch Einkäufe für das Wochenende erledigen, schlägt der Feuerteufel zu. Der Parkplatz ist gut gefüllt, der Markt hat lange geöffnet. Es ist dunkel. Der schwarze Kia parkt abgelegen, rechts vom Haupteingang. Obwohl die Feuerwehr schnell vor Ort ist, brennt das Auto vollkommen aus.

Die Polizei fahndet mit Hochdruck: Mehrere Streifenwagen stoppen auf der Eiserfelder Straße. Zivile Beamte halten drei junge Männer an. Die Personalausweise werden geprüft. Sie müssen ihre Hände zeigen, die Schuhe ausziehen, Fotos werden gemacht. „Es sind mehrere Personen überprüft worden“, bestätigt Polizeisprecher Georg Baum. „An Ort und Stelle wurde jedoch keiner festgenommen.“

Wer das Feuer gelegt hat, ist unklar. Ausgeschlossen ist, dass es sich bei dem Brandstifter um den Mann handelt, den die Polizei am Donnerstagabend vorläufig festgenommen und am Freitagnachmittag wieder entlassen hat. Polizeisprecher Georg Baum auf Anfrage dieser Zeitung: „Dieser Mann scheidet als Täter für die aktuelle Brandstiftung definitiv aus, weil er sich nachweislich an einem anderen Ort aufgehalten hat.“

Den Festgenommenen hatten die Beamten am Freitagnachmittag entlassen, weil sich der Anfangsverdacht „nicht weiter erhärtet“ hatte, so die Polizei. Der junge Mann, war im Rahmen einer Fahndung kurz nach dem Wohnmobil-Brand am Donnerstagabend von Polizisten aufgegriffen und zur Wache gebracht worden. Er hatte die Nacht in Gewahrsam der Polizei in Weidenau verbracht und war von den Beamten vernommen worden.

In der Nacht auf Freitag blieb die Innenstadt von Brandstiftungen verschont. Auch am Freitag ist es tagsüber ruhig. Bis die Feuerwehr am Abend wieder zu einem vorsätzlich gelegten Feuer ausrückt.

Unterdessen wurde deutlich, dass es großes Glück war, dass der Brand des Wohnmobils am Rosterberg schnell entdeckt wurde. Denn von den beiden Gasflaschen im Fahrzeug ging eine große Gefahr aus. Bei dem Wohnmobilbrand in der Rosterstraße am Dienstagabend waren Gasflaschen explodiert. Man könne in der Dunkelheit nicht sehen, wo die zerborstenen Flaschen landen, sagte ein Feuerwehrmann. Die Trümmer wurden zur Gefahr für Feuerwehrleute und Schaulustige.

Sachschaden über 100 000 Euro

Ein Schutz vor dem Serienbrandstifter ist kaum möglich, weil der Täter wahllos vorgeht. Die Polizei, die eine Ermittlungskommission eingerichtet hat, hält ihren Fahndungsdruck aufrecht. Seit Ende Dezember gab es rund 30 Brandstiftungen, etwa die Hälfte waren Fahrzeuge. Der Sachschaden liegt deutlich über 100 000 Euro.

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