Kommentar

Fehlendes Vertrauen in den eigenen Reihen

Das ist eine Schlappe, die den Koalitionären zu denken geben muss. Es ist nicht gelungen, im Rennen ums zweithöchste Amt der Stadt die eigene Mehrheit hinter sich zu bringen. Es muss sich für die Fraktions-Chefs Rüdiger Heupel (CDU), Michael Groß (Grüne) und Klaus Volker Walter (FDP) wie ein Schlag in die Magengrube anfühlen. Abweichler in den eigenen Reihen haben ihrem Kandidaten und damit den dreien selbst das Vertrauen entzogen – ziemlich öffentlichkeitswirksam.


Der Jamaika-Kandidat hat sich im Rat solide präsentiert. Als jemanden, den man wählen kann. Es war keine schwache Vorstellung. Selbst aus Teilen der Opposition war hinter vorgehaltener Hand zu hören, dass man mit Jörg-Michael Schrader gut hätte leben können.


Die Niederlage für Schwarz-grün-gelb zeigt auch, dass Demokratie funktioniert. Eine Wahl ist eine Wahl. Ihr Ergebnis nicht vorherzusagen. Und das ist gut so.

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