Fast 10 000 Verkehrsunfälle in Siegen-Wittgenstein

In Sachen Verkehrssicherheit ist Siegen-Wittgenstein besser als der NRW-Schnitt, so die Polizei.
In Sachen Verkehrssicherheit ist Siegen-Wittgenstein besser als der NRW-Schnitt, so die Polizei.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Zahl der Verkehrsunfälle in Siegen-Wittgenstein ist im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen.

Siegen-Wittgenstein..  Dennoch, so die Polizei, sei die Region in Sachen Verkehrssicherheit in allen wesentlichen Bereichen besser als im NRW-Schnitt.

Die Entwicklung im Überblick:

Leicht negativer Trend: Gesamt-Unfallzahlen Insgesamt ereigneten sich auf den Straßen in Siegen-Wittgenstein 9555 Unfälle. Das sind 33 Unfälle mehr als im Jahr 2013 (Steigerung um 0,3 Prozent). Während die Unfälle mit Sachschäden mit 8892 sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2013: 8882) einpendelten, stiegen die Verkehrsunfälle mit Personenschäden von 640 im Jahr 2013 um 23 auf 663 im Jahr 2014 – ein Plus um vier Prozent.

Negativer Trend: Anstieg bei den Verletzten und mehr Tote nach Verkehrsunfällen Bei Verkehrsunfällen mit verletzten Personen gab es einen leichten Anstieg. Die Zahl ging von 867 im Jahr 2013 auf 870 in 2014 hoch. Im Jahr 1983 lag die Zahl der Verletzten nach Verkehrsunfällen noch bei 1800. Im Landesschnitt stieg die Zahl der Verletztenzahlen um 6,5 Prozent an.

Waren es im Jahr 2013 nur drei Menschen, die auf den Straßen in Siegen Wittgenstein bei Verkehrsunfällen zu Tode kamen, starben 2014 insgesamt sechs Menschen. „Natürlich, jeder Verkehrstote ist einer zuviel. Hinter jedem Verkehrstoten steht ein menschliches Schicksal, menschliches Leid“, sagte Polizeihauptkommissar Siegmar Kiepke.

Langfristiges Ziel sei die Zahl der Verkehrstoten auf null zu senken. Die Entwicklung der letzten 30 Jahre mache der Polizei Mut: Kamen 1983 noch 50 Menschen pro Jahr auf den Straßen in Siegerland und Wittgenstein zu Tode, waren es in den letzten fünf Jahren immer unter zehn Menschen. „Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Positiver Trend: Weniger verletzte Kinder Positiv war die Entwicklung bei den im Straßenverkehr verletzten Kinder: Sie sank von 64 auf 56. Kein einziges Kind kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang auch: Im Jahr 2014 kam es nur zu nur vier Schulwegunfällen.

Positiver Trend: Weniger verletzte Jugendliche und junge Erwachsene

Erfreulich, so die Polizei, sei auch der Rückgang bei der Zahl der verletzten Jugendlichen im Straßenverkehr. Im Vergleich zum Vorjahr sank sie in der Altersgruppe 13 bis 17 Jahre von 67 auf 57. Im Jahr 2014 kam kein Jugendlicher im Kreis Siegen-Wittgenstein auf der Straße ums Leben. Die gleiche Entwicklung zeigte sich auch bei den generell als besonders problematisch geltenden „Jungen Erwachsenen“ (18 bis 24 Jahre), die auf der einen Seite nur wenig Fahrpraxis, auf der anderen Seite mitunter aber eine hohe Risikobereitschaft im Straßenverkehr haben, so die Polizei. Wie im Vorjahr gab es in dieser Altersgruppe keine Toten auf den Straßen zu beklagen. Die Zahl der Verletzten sank von 202 auf 194.

Negativer Trend: Deutlich mehr verunglückte ältere Menschen Im Bereich der Senioren zeigt sich in zweifacher Hinsicht eine negative Entwicklung: 2013 wurden 63 Senioren bei Verkehrsunfällen verletzt, im Jahr 2014 waren es 97. 2013 kam nur ein älterer Menschen bei einem Verkehrsunfall ums Leben, 2014 waren es drei. „Der demografische Wandel macht natürlich auch vor unseren Kreisgrenzen nicht Halt. Unsere Senioren machen in etwa 20 Prozent unserer Bevölkerung aus. Demgegenüber sind sie aber nur an etwa zehn Prozent aller Unfälle beteiligt“, sagte Hauptkommissar Kiepke. Die Polizei betreibe bereits eine aktive Aufklärungsarbeit in Senioreneinrichtungen und werde diese in Zukunft weiter intensivieren.

Insgesamt sei Siegen-Wittgenstein eine der sichersten Regionen des Landes – das gelte auch für den Straßenverkehr, so die Polizei. „In allen wesentlichen Bereichen sind die Ergebnisse der Polizei im Kreisgebiet deutlich besser als der Landesschnitt“, heißt es in einer Mitteilung. Seit Jahren sei die Kreispolizeibehörde darüber hinaus mit großem Abstand führend bei der Erkennung von Drogendelikten im Straßenverkehr.

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