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„Familienkarte“ für den Einkauf in Kreuztal

08.11.2010 | 17:54 Uhr
„Familienkarte“ für den Einkauf in Kreuztal
Klaus-Martin Vogels, Uwe Pilz, Uwe Montanus und Walter Kiß (v.l.) präsentieren die Kreuztaler Familienkarte.

Kreuztal.Bäcker und Metzger sind dabei, Sport- und Bekleidungsgeschäft, Buchhandlung und Malermeister, Blumenladen und Restaurant: Wer aufmerksam einkauft in Kreuztal, kann bis zu 20 Prozent sparen. Möglich macht das die Kreuztaler Familienkarte.

50 Händler beteiligen sich in der Startphase – „aber wir haben schon die nächsten Anfragen“, berichtet Uwe Montanus, Leiter des Amtes für Kinder, Jugend und Familie.

Als die Idee Ende 2008 nach Kreuztal kam, war Düsseldorf landesweiter, einsamer Vorreiter. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Städten mit Familienkarten in NRW – aber zumindest in Siegen-Wittgenstein hat Kreuztal noch die Pilotrolle. „Das war viel Arbeit“, stellt Bürgermeister Walter Kiß fest. Zweierlei wolle die Stadt erreichen: „Familienfreundlichkeit nicht nur aus dem Rathaus heraus proklamieren“ – denn bei der Gründung des Kreuztaler Bündnisses für Familie Anfang 2008 war die gewerbliche Wirtschaft kaum vertreten. Und: „Wir wollen bewirken, dass sich der Einzelhandel der Stadt positiv darstellt.“ Negative Meldungen, vor allem über Leerstände in der Innenstadt, gibt es genug, findet Kiß: „Der Standort wird schlecht geredet.“

Von einem „Gewinn für Kreuztaler Familien und den Kreuztaler Handel“ spricht denn auch Klaus-Martin Vogels von der Kaufcenter-Marketinggemeinschaft. „Wir wollen Kaufkraft bündeln in Kreuztal“, sagt Uwe Pilz, der amtierende Vorsitzende des City-Werberings.

Rechtzeitig zum
Weihnachtsgeschäft

4000 Familien hat die Kreuztaler Verwaltung angeschrieben. Ihnen wird die Familienkarte angeboten – und zwar rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Bezugsberechtigt sind Haushalte mit mindestens einem (Pflege-)Kind unter 18 Jahren oder älteren Kindern in Ausbildung. „Die ersten Anträge liegen schon vor“, sagt Amtsleiter Uwe Montanus. Erfahrungsgemäß zwischen 25 und 50 Prozent der Berechtigten werden das Angebot auch nutzen.

Die Verwaltung wird ihre Zusammenarbeit mit dem Handel noch weiter ausbauen. Nachdem schon dem „Willkommenspaket“ für neu geborene Kreuztaler Einkaufsgutscheine beigefügt sind, sollen in Zukunft auch die Alters- und Ehejubilare nicht mehr mit schnödem Bargeld bedacht werden. „Das sieht besser aus“, findet Bürgermeister Kiß. Und bringt dem Kreuztaler Handel jährlich um die 12 000 Euro garantierten Umsatz.

DerWesten

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