„Familiengerechte Kommune“ geht an die Arbeit

Bis Juni 2018 gilt das Zertifikat „Familiengerechte Kommune“, über das sich Amtsleiter Uwe Montanus und sein Team  freuen.Foto:Stadt
Bis Juni 2018 gilt das Zertifikat „Familiengerechte Kommune“, über das sich Amtsleiter Uwe Montanus und sein Team freuen.Foto:Stadt
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Kreuztal..  Die Stadt Kreuztal hat im vergangenen Jahr den Auditprozess erneut erfolgreich durchlaufen und gehört bundesweit zu den ersten Kommunen, die rezertifiziert wurden. Dr. Brigitte Mohn (Vorstand Bertelsmann Stiftung) hat dem Team um Uwe Montanus, Leiter des Amts für Kinder, Jugend, Familien und Stadtteilmanagement, die Urkunde in Berlin ausgehändigt.

Grundlage ist ein vom Rat beschlossenes Maßnahmenpaket, das Antworten auf die demografische Entwicklung und den gesellschaftlichen Wandel gibt, indem die Infrastruktur und die lokalen Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bedarfsgerecht gestaltet werden sollen. Teil dieser Selbstverpflichtung ist es auch, Impulse und Anregungen aus den Familien aufzugreifen.
Familienberichterstattung: Der Kreuztaler Familienbericht aus dem Jahr 2007 wird fortgeschrieben, um eine aktuelle und solide Daten- und Informationsbasis zu erhalten. Im Herbst werden Kreuztaler Familien zu ihrer Lebenssituation und Zufriedenheit schriftlich befragt. Ergänzt wird diese Befragung mit einem Fragebogen, der sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahre richtet.
Familie und Arbeitswelt: Dazu gehören die Entwicklung von Qualitäten im offenen Ganztag an den Grundschulen und der Ausbau der Ferienbetreuung für den Sekundarbereich.
Förderung des Spracherwerbs: Insbesondere zugewanderten Familien mit Kindern soll ein guter Start ermöglicht werden. „Mama lernt Deutsch“ ist ein Baustein, der seit diesem Jahr an sieben Kreuztaler Standorten angeboten wird.
Kommunale Leistungen für Familien: Alle Kanäle sollen weiterhin aktiv genutzt werden, um den Stadtpass, die Familienkarte, die Erziehungsberatung in den Familienzentren, die Angebote der Familienbildung, die finanziellen Hilfen, die Mehrgenerationenangebote, die Begrüßungsbesuche bei Familien mit Neugeborenen, die Maßnahmen der Integration und das Kinder- und Jugendprogramm bekanntzumachen. Auch Senioren und deren Angehörige bekommen eine umfassende Informationsplattform.
Lebensqualität für alle Altersgruppen: Die Entwicklung der Infrastruktur für Kinder- und Jugendliche mit einer Bike- und Skateanlage im Schul- und Sportzentrum und die Neuausrichtung der Kinder- und Jugendarbeit sind zentrale Vorhaben, ebenso die Steigerung der Mobilität für alle Generationen.
Unterstützungsangebote: Heinzelwerker und Taschengeldbörse helfen der älteren Generation.
Frühe Hilfen, Förderung und Unterstützung: Ein Begrüßungs- und Unterstützungskonzept für Neubürger soll künftig die Begrüßungsbesuche bei Familien mit Neugeborenen ergänzen. Flächendeckenden Einsatz werden ehrenamtliche Lernpaten und Integrationslotsen für Familien mit Zuwanderungsgeschichte zur Verfügung stehen.