Handel
‘Extra’ vor Wiederbelebung
01.09.2010 | 16:15 Uhr 2010-09-01T16:15:00+0200
Kreuztal.Es kommt Bewegung in die Bemühungen um Wiederbelebung des früheren „extra“-Gebäudes am Kreuztaler Marktplatz.
Der heutige Eigentümer der 1981 vom damaligen Coop-Konzern errichteten Immobilie, „Redos Real Estate“ aus Lohmar bei Köln, ist in den Verhandlungen mit neuen Mietern „bereits weit fortgeschritten“. Überwiegend stehen die Verträge kurz vor der Unterzeichnung, hat das Unternehmen auf Anfrage unserer Zeitung geantwortet. Dabei hat Redos vor allem „Nahversorgungsbranchen“ ausgewählt, ferner „Branchen, die es so bisher nicht im Stadtgebiet gibt“.
Zum Zeitpunkt der Wiedereröffnung werden allerdings keine konkreten Angaben gemacht. „Der Umbau soll aber so schnell wie möglich erfolgen“, teilt Redos mit. Auch gehe der Eigentümer davon aus, dass ein „modernes und zeitgemäßes Fachmarktzentrum“ etabliert werden könne – „nachdem die Mieter feststehen“.
Umbau auf jeden Fall
im Millionenbereich
Über Umfang der Umbauten und Höhe der Investitionen in das „extra“-Gebäude macht Redos keine Angaben. Dafür gibt es aber Anhaltspunkte, zumal Stadtbaurat Eberhard Vogel zu Anfang des Jahres bereits die geplante Aufteilung der Verkaufsflächen in drei Blöcke angekündigt und von Kosten im Millionenbereich gesprochen hatte. Die Reparatur des im vorigen Winter unter der Schneelast eingeknickten Dachträgers auf dem oberen Parkdeck wird laut Eigentümer mit Umbaubeginn ebenfalls vorgenommen.
Aber die Immobilienfirma Redos Real Estate als langjähriger Beobachter des Kreuztaler Geschehens von außen hat über das konkrete Vorhaben hinaus auch die Entwicklung in der Innenstadt genau verfolgt und analysiert. Nach ihrer Auffassung seien die vielen Leerstände darin begründet, dass in der Vergangenheit „zu viele“ Handelsstandorte außerhalb des Zentrums genehmigt worden seien. Dies komme den Autofahrern unter den einkaufenden Bürgern entgegen. Dagegen hätten sich in der Innenstadt keine neuen Einzelhändler angesiedelt, womit sich auch deren Attraktivität verringerte.
Redos kommt zu der Feststellung, dass „die heutigen Verantwortlichen“ nun aber die richtigen Entscheidungen für die Zukunft des Innenstadt-Einzelhandels getroffen haben. Mit Verabschiedung des Einzelhandelskonzeptes werde verhindert, dass wieder neue und weitere Standorte außerhalb des Zentrums dem Handel gewidmet werden. Beispielhaft dafür nennt die Immobilienfirma das Gelände von Novoferm. Wenn auch Nachfrage durch Einzelhändler gegeben sei, wird sie von Redos Real Estate „auf Grund der vorgenannten Umstände eher verhalten“ angesehen: „Man wartet auch ab, ob die getroffenen politischen Entscheidungen nicht wieder zurückgenommen werden.“
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