Essen schmeckt nur noch wenigen Schülern

Kreuztal..  Essen ist in Kreuztaler Schulen nicht länger nur Thema für die Mensa. Ernährungsbildung soll auch Bestandteil der Schulprogramme werden — der Zusammenhang von Lebensmittellkonsum und Gesundheit vor allen, aber auch die Esskultur und das damit verbundene soziale Miteinander. Mit der Neubesinnung verbunden ist die Neuausschreibung der Mittagsverpflegung. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran“, sagt Stadträtin Edelgard Blümel. Nach den Sommerferien erwartet die Schülerinnen und Schüler eine neue Speisekarte.

Mensa wird schöner

Dem Schulausschuss lagen jetzt Zahlen vor: An der Hauptschule in Eichen nehmen 30 von 220 Schülerinnen und Schülern am Mittagessen teil. Im Schulzentrum suchen von 2012 Schülern ganze 51 die Mensa auf, darunter 30 der 848 (Ganztags-)Gesamtschüler, außerdem im Tagesdurchschnitt drei Lehrer. „Dazu muss man nicht mehr viel sagen“, kommentiert die Schuldezernentin die offensichtlich nicht vorhandene Akzeptanz des Schulessens, „wir sind gefordert, uns anzustrengen.“ Zum Schuljahresende ist der Vertrag mit dem Caterer gekündigt worden.

Stadtverwaltung und Schulleitungen haben sich von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung der Verbraucherzentrale NRW beraten lassen. Die Beraterin habe sich nicht nur die Speisepläne angeschaut, berichtet Stadträtin Edelgard Blümel. „Auf jeden Fall“ müsse auch die Aufenthaltsqualität in der Mensa der Gesamtschule erhöht werden. Dazu habe die Stadt einen Sponsor gefunden; Vorschläge sollen nach den Sommerferien vorgestellt werden. „Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, dass man sich in der Mensa wohlfühlt.“

Bei der Gestaltung der Speisenauswahl sollen Anregungen der Jugendlichen berücksichtigt werden. Fettarm soll gekocht werden, Frittiertes und Paniertes wird allenfalls an vier von 20 Tagen eingesetzt, Gemüse und Kartoffeln werden fettarm und nährstofferhaltend gedünstet. Zucker und Salz werden sparsam verwendet, Nüsse und Samen in den Salaten verwendet, als Würze frische oder tiefgekühlte Kräuter. „Es ist unser aller Ziel, die Zahl der Teilnehmer am Schulessen zu steigern“, sagt Edelgard Blümel.