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Ernährung an das Alter anpassen

21.10.2012 | 09:00 Uhr
Ernährung an das Alter anpassen
Die ernährung sollte dem Alter angepasst werden.Foto: Werner Krüper

Wilgersdorf. Bei jedem Menschen verändert sich im Laufe seines Lebens die körperliche und seelische Physiognomie. In einem Vortrag, den die Landwirtschaftliche Gemeinschaft Siegerland organisiert, wird die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Petra Kühne aus Bad Vilbel über eine ans Alter angepasste Ernährung informieren. Unsere Zeitung hat sie vorab ein paar Tipps verraten.

Ernährung im Alter ist das Thema Ihres Vortrags in Wilgersdorf. Ab wann gilt man denn als alt?

Da gibt es unterschiedliche Stufen, die sich natürlich auf die Prozesse im Körper beziehen. Allgemein sagt man, dass ab der Lebensmitte, also mit 35 Jahren, die Abbauprozesse im Körper die Aufbauprozesse ablösen. Zwischen 55 und 60 Jahren, bei den so genannten jungen Alten, treten dann die ersten Funktionsstörungen auf. Zum Beispiel schafft es der Darm dann nicht mehr so gut, Fette abzubauen und kommt mit schweren Mahlzeiten nicht mehr so gut zurecht wie in jüngeren Jahren. Ganz anders sieht es dann noch einmal bei den Menschen aus, die älter als 80 Jahre sind.

Inwieweit sollte das Alter dann die Ernährung beeinflussen?

Mit dem Alter sollte man zum Beispiel weniger essen. Der Stoffwechsel wird langsamer, die Menschen bewegen sich weniger und so wird auch der Grundumsatz geringer. Weil das viele nicht beherzigen, ist die Altersgruppe der jungen Alten ab 55 Jahre übermäßig vom Übergewicht betroffen – Männer noch häufiger als Frauen im gleichen Alter.

Worauf sollten Ältere zum Beispiel besonders achten?

Schauen Sie zunächst, ob Sie eher der Morgen- oder der Abendtyp sind. Benötigt Ihr Körper gleich nach dem Aufstehen Nahrung? Dann sind Sie der Morgentyp und sollten dementsprechend abends nicht so viel und schweres Essen zu sich nehmen. Für den Abendtyp gilt das nicht. Bei ihm ist es so, dass der Stoffwechsel erst später am Tag anspringt und somit auch erst später Nahrung benötigt. Demnach sollten Menschen auch ihre Gewohnheiten anpassen. Allgemeingültige Regeln wie: „Morgens viel und abends wenig“, bringen hier nichts. Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers und geben Sie ihm, was er braucht.

Wie ist es mit dem Trinkverhalten?

Bei älteren Menschen lässt das Durstgefühl nach, deshalb trinkt er tendenziell zu wenig. Bei den ganz alten Menschen ist das noch ein größeres Problem. Denn bei ihnen kommt noch hinzu, dass sie Sorge haben, ständig auf die Toilette zu müssen, wenn sie viel trinken. Hinzu kommt die Angst, wegen einer Arthrose den Becher nicht mehr so gut halten zu können. Dabei ist der Flüssigkeitshaushalt sehr wichtig. Die Empfehlung, eineinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich zu nehmen, gilt für alle Altersgruppen. Die Gefahr, dass der Körper austrocknet, ist groß. Das gilt auch für das Gehirn, das zu großen Teilen aus Wasser besteht.

Welchen Tipp haben Sie für Menschen, die regelmäßig vergessen, genug zu trinken?

Stellen Sie sich eine große Flasche auf den Schreibtisch oder an eine gut sichtbare Stelle im Haus.


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