Ermittlungen nach Tod eines Flüchtlingsbabys in Burbach

Nach dem Tod eines Flüchtlingsbabys in Burbach ermittel die Staatsanwaltschaft Hamburg.
Nach dem Tod eines Flüchtlingsbabys in Burbach ermittel die Staatsanwaltschaft Hamburg.
Foto: dpa
Nachdem eine Frau (20) aus Guinea Anfang März in der Erstaufnahmeeinrichtung in Burbach ihr Kind verloren hat, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Hamburg.

Hamburg/Burbach.. In einem so genannten Todesermittlungsverfahren möchten die Ermittler klären, ob der Tod des Kindes auf Fremdverschulden zurückzuführen ist.

Die 20-Jährige erhebt laut NDR Info und WDR schwere Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hamburg-Harburg.

Zwölf Stunden in Zügen unterwegs

Diese haben sie im Februar von Hamburg in die Flüchtlingsunterkunft Burbach geschickt, obwohl bei ihr eine Risikoschwangerschaft vorlag und Ärzte ihr Bettruhe verordnet hatten. Trotz Protests gegen die Entscheidung sei das Paar zwölf Stunden mit Regionalzügen bis Dortmund gefahren und von dort mit einem Bus nach Burbach gebracht worden. Nach der Reise habe die Frau ihr ungeborenes Kind verloren.

Flüchtlinge Bundesärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery kritisierte den Hamburger Senat am Mittwoch scharf kritisiert. Bereits 2010 sei eine Ghanaerin kurz vor Ende der Schwangerschaft zweimal von Hamburg aus in Flüchtlingsheime in Mecklenburg-Vorpommern umverteilt worden und habe ihr Kind tot zur Welt gebracht, erklärte Montgomery.

Der Senat erklärte in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken: „Der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung war lediglich bekannt, dass die Frau schwanger war. Von einem Krankenhausaufenthalt oder Beschwerden haben die Eheleute nichts berichtet.“ Mit Ergebnissen des Ermittlungsverfahrens ist nicht vor Ende August zu rechnen.

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