Erlebniswald Historischer Tiergarten wächst

Da guck’ste in die Röhre? Genau, denn das ist bei der Station „Waldblick“ im Erlebniswald Historischer Tiergarten das Prinzip! Durch die Guckrohre wird der Blick auf Details und Besonderheiten gelenkt – hier auf das Obere Schloss.
Da guck’ste in die Röhre? Genau, denn das ist bei der Station „Waldblick“ im Erlebniswald Historischer Tiergarten das Prinzip! Durch die Guckrohre wird der Blick auf Details und Besonderheiten gelenkt – hier auf das Obere Schloss.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Stadt baut den Erlebnispfad im Historischen Tiergarten aus. Ab Mai sollen fünf neue Stationen entstehen – vom Barfußpfad bis zum Kronenblick.

Weidenau..  Der Erlebniswald Historischer Tiergarten wächst. Fünf neue Lehr- und Spielstationen kommen in diesem Sommer zu den bestehenden vier hinzu. Die Arbeiten beginnen im Mai. Zur Umsetzung des Gesamtprojekts in den nächsten Jahre sucht die Stadt weitere Sponsoren.

Mehr Familien unterwegs

Der gewünschte Effekt – die Anziehungskraft des Areals zu steigern – trete bereits ein, wie Stadtförster Jan-Marc Heitze sagt: „Wir sehen hier jetzt viel mehr Familien mit Kindern als früher.“ Die bisherigen Stationen stoßen auf gute Resonanz. Regelmäßig beobachten Heitze und sein Team, dass Kinder etwa die Weitsprunggrube am „Hirschsprung“ nutzen“, oder dass die Holzklöppel am Dendrophon – dem Baum-Xylophon – klingen und schwingen, wenn Spaziergänger in der Nähe sind.

Fertig sind außerdem bisher das „Baumtelefon“, dass die Klangeigenschaften von Stämmen veranschaulicht, und der „Waldblick“. Letzterer lenkt an mehreren Stellen mittels fest montierter Metallrohre den Blick auf Feinheiten der Natur und darüber hinaus. An der ersten Waldblick-Station ist neuerdings – nach Beschneidung einiger Baumkronen – der Blick zum Oberen Schloss frei.

Für den Waldblick hat sich im Nachhinein mit dem Autohaus Walter Schneider ein Sponsor gefunden, der diesen Baustein mit 2000 Euro unterstützt. Insgesamt werden alle 20 Stationen des Erlebniswaldes rund 45 000 Euro kosten, wovon 15 000 Euro Eigenmittel der Stadt sind. Weitere Sponsoren sind also gefragt.

Entspannt in den Himmel schauen

In den kommenden Wochen soll die Aussichtsplattform am Damwildgehege fertig werden. Außerdem entstehen im Sommer fünf neue Stationen: Die „Historische Jagd“ mit einem Lappenlabyrinth, das „Baumalter“, dass mit minimalem Körpereinsatz das Alter von Bäumen ermitteln lässt, ein Barfußpfad, eine „Spechtstation“ mit freiem Blick auf die Höhle eines Vogels, und der „Kronenblick“: Eine Liege, von der aus sich entspannt in den Himmel schauen lässt. Jede Station wird durch Infotafeln ergänzt, wobei das Spielerische im Vordergrund steht.

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