Entscheidung über Ortsmitte vertagt
20.06.2007 | 08:37 Uhr 2007-06-20T08:37:36+0200Neunkirchen. (-ag) Nicht besonders entschlussfreudig war der Rat der Gemeinde Neunkirchen in der Sitzung gestern Abend. Obwohl die Fraktionen schon eineinhalb Stunden in nichtöffentlicher Sitzung über die Neugestaltung der Ortsmitte diskutiert hatten, fie
Das gab Bürgermeister Manfred Gille? im öffentlichen Teil der Sitzung bekannt, die sich an die nichtöffentliche anschloss. Es sei eine weitreichende Entscheidung zu treffen, die noch Generationen nachwirke und weitere Beratungen benötige.
Um den Beschluss nicht noch weiter hinauszuzögern, blieben die Ratsmitglieder nach dem öffentlichen Teil im Sitzungssaal und setzten die Beratungen über die Neugestaltung der Ortsmitte fort.
Ein Haus im Ortskern, nämlich das Haus Kölner Straße 168 am Eingang des Rathausvorplatzes, soll abgerissen werden, beantragte die CDU-Fraktion. Auf der dann entstehenden Fläche solle Platz für den Wochenmarkt geschaffen werden, so die CDU.
Bürgermeister Gille? informierte den Rat über einen Brief, den Kinder an ihn geschickt hätten und in dem gefordert werde, das Haus nicht abzureißen, da in der Kinderstube, die in dem Gebäude untergebracht ist, Bibelstunden abgehalten würden.
Fritz Fünfsinn (FDP) riet, das Haus vorerst nicht abzureißen, sondern erst abzuwarten, was mit der Neugestaltung der Ortsmitte geschehe. Annegret Lück (SPD) meinte, das Haus sehe zwar nicht schön aus, aber eine Leerfläche sei ebenso unschön. Katrin Sauer (SPD) empfahl dagegen den baldigen Abriss, um so einen schönen Ausblick auf das Rathaus zu erhalten.
Dafür stimmte auch Gerhard Lichtenthäler (UWG), der darin einen Einstieg in die Neugestaltung sah und den Bürgern signalisieren wollte: Es geht endlich los. Wolfgang Weber von der Gemeindeverwaltung erklärte gar, dass Dorfverschönerungsmaßnahmen durchaus auch mit einem Bagger geschehen könnten und unterstützte den CDU-Antrag. Hartmut Pfeifer (UWG) wiederum empfahl, das alte Fachwerkhaus zu erhalten.
Heinz-Werner Feuring (SPD) wollte erst das Konzept sehen, was auf der Fläche entstehen soll, dann könne man weiter beraten. Mit vier Gegenstimmen und einer Enthaltung stimmte der Rat schließlich für den Abriss, bevor die nichtöffentliche Sitzung fortgesetzt wurde.
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