Entscheidende Phase für Rothaarsteig-Kontrabass-Alphorn

Das Expertenteam (von links): Bernd Heinemann, Willi Brandl, Rainer Wagener und Alphornbauer Hubert Hense in der Kreativwerkstatt in Anröchte
Das Expertenteam (von links): Bernd Heinemann, Willi Brandl, Rainer Wagener und Alphornbauer Hubert Hense in der Kreativwerkstatt in Anröchte
Foto: Privat
Die „Rothaarsteig Alphornsolisten“ realisieren ein einmaliges Musikprojekt: Das längste Rothaarsteig-Kontrabass-Alphorn entsteht.

Netphen..  Es ist ein einmaliges „Heimat – Musikprojekt“, welches die „Rothaarsteig Alphornsolisten“ derzeit realisieren: „Das längste Rothaarsteig-Kontrabass-Alphorn der Welt wird entwickelt, gebaut und von uns gespielt werden“, verkündet Rainer Wagener, erster Vorsitzender der Alphornsolisten.

Die Beteiligten – auch Bürgermeister Paul Wagener ist dabei

Das Konzert-Debüt findet in Netphen statt. Auch Bürgermeister Paul Wagener ist dabei – er unterstützt das Projekt mit Engagement: Wagener sendete den Künstler Bernd Heinemann, der auch Mitarbeiter der Stadt Netphen ist, zusammen mit Rainer Wagener und Willi Brandl zu Alphornbauer Hubert Hense nach Anröchte in den Kreis Soest, um das extrem große Horn zu projektieren.

Der Instrumentenbauer Hense hatte bereits musikalisch relevante Vorarbeiten geleistet: Aus seinen Erfahrungen heraus fertigte er in den letzen Monaten bereits einen Prototyp eines F-Kontrabass-Alphorns in konventioneller Bauart.

Der Testlauf während eines Kirchenkonzerts

Das Instrument wurde vor einigen Wochen in einem Kirchenkonzert erprobt. Die anwesenden Musiker waren beeindruckt von „einer ex-trem rollenden Tiefe“. Musikalische und konstruktive Erkenntnisse, die für das anstehende Projekt sehr wichtig seien, konnten aus der Probe mitgenommen werden, so Hense.

Die Formgebung in der Kreativwerkstatt Hense

In der Kreativwerkstatt Hense und in einem Konstruktionsgespräch legten die Beteiligten die endgültige Formgebung des Instruments gemeinsam fest. Alphornsolist Willi Brandl hatte aus seinem Hauberg heimische Holzarten wie Eberesche, Ahorn, Kirschbaum und Kiefer mitgebracht. Neben dem speziellen Klangholz „Alpenländische Fichte“, sollen insbesondere heimische Holzarten den speziellen „südwestfälischen Sound“ prägen, erklärt das Team. „Wir wollen aber noch viel mehr ,Südwestfalen’ in das Instrument eingehen lassen. Möglichst viele Mitbürger möchten wir gerne einbinden“, betont Rainer Wagener: Junge Menschen aus dem Kreisgebiet, die in Jugendwerkstätten und Bildungszentren arbeiten, könnten sich beteiligen.

Das Wappen – vielleicht der Netphener Eber?

Willi Brandl wird die „externen Arbeiten“ in Absprache mit Hubert Hense qualitativ überwachen, so der Plan. Künstler Bernd Heinemann stellt sich einer vollkommen neuen Herausforderung: ein Musikinstrument aus Holz künstlerisch zu gestalten. Vielleicht findet der Eber, das Wappentier der Stadt Netphen, zusammen mit seiner Wildschweinrotte auf dem Instrument Platz?

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