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Engagement für die Mitmenschen

09.12.2011 | 19:00 Uhr
Engagement für die Mitmenschen

Kreuztal. Neun verdiente Bürgerinnen und Bürger sind in der letzten Sitzung des Rats der Stadt Kreuztal für ihr ehrenamtliches Engagement von Bürgermeister Walter Kiß ausgezeichnet worden. Die Ehrenamtler aus dem kulturellen und sozialen Bereich sowie ehemalige Kommunalpolitiker waren teilweise über mehrere Jahrzehnte für die Allgemeinheit tätig: Sie gäben der Vielfalt der Gesellschaft ein Gesicht und setzten sich für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen ein – „ohne etwas dafür zu verlangen“, sagte Kiß.

40 Jahre an Spitze des TV Krombach

Den Ehrenteller erhielt Helmi Wengenroth, die den Verein „auszeit“ mitgegründet hat, der sich um die Entlastung der Angehörigen von an Demenz erkrankten alten Menschen bemüht. Darüber hinaus kümmert sie sich im privaten Bereich um eine verwaiste Nichte und stellt dafür eigene Ansprüche zurück.

40 Jahre war Heinz Schellmann Vorsitzender des TV Krombach, ist seit diesem Jahr Ehrenvorsitzender. Ihn ehrte der Bürgermeister mit dem Wappenrelief für seine vielseitige Tätigkeit in vielen Funktionen, so auch als Vorsitzender der Dachorganisation der Krombacher Vereine.

Reinhard Becker war 25 Jahre lang der Fachwart für Natur- und Vogelschutz der SGV-Abteilung Ferndorf. Ihn ehrt die Stadt mit dem Ehrenteller. Unter seiner Regie wurde die Zahl der Nist- und Bruthilfen in den Wäldern um Ferndorf um 132 auf 248 aufgestockt. Auch um die Herrichtung von Stollen-Mundlöchern als Unterschlupf für heimische Fledermausarten hat sich Becker gekümmert.

Dietmar Braun brachte als sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion zwischen 1999 und 2002 sein Fachwissen im Sozialausschuss ein und vertrat die Stadt im Kindergartenrat in Krombach. Auch für ihn gab es den Ehrenteller. Marianne Heinemann blickte vor ihrem Wegzug aus Kreuztal auf eine 22-jährige Arbeit in den politischen Gremien der Stadt zurück. Erst war sie von 1989 bis 1994 sachkundige Bürgerin im Sozialausschuss, danach bis 2009 SPD-Stadtverordnete und Mitglied verschiedener Ausschüsse. Dafür erhielt sie das Wappenrelief.

Auf den Ehrenring der Stadt verzichtet

Franz-Josef Kordes, ebenfalls kein Kreuztaler mehr, bekam den Ehrenteller. Er gehörte seit 2004 der CDU-Ratsfraktion an und widmete sich vielen Bereichen, war Vertreter der Stadt in der Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindebundes. Sachkundiger Bürger der SPD war auch Heinz-Otto Krämer von 1994 bis 2011. Für 15-jährige Arbeit in mehreren Ausschüssen gab es den Ehrenteller.

Den Ehrenring der Stadt, die zweithöchste Auszeichnung, hätte eigentlich der im Sommer ausgeschiedene SPD-Stadtverordnete Roland Abel bekommen sollen. Doch der 65-Jährige (Kiß: „Ein Urgestein der Kreuztaler Kommunalpolitik“) war mit dem Wappenrelief zufrieden – und mit einem Reisegutschein. Das ermöglicht dem ambitionierten Amateurfotografen eine Fahrt zur Photokina. Im Laufe der 34 Jahre als Mandatsträger (davor zwei Jahre als sachkundiger Bürger) gehörte Abel „fast allen“ Ratsausschüssen an. In den acht Wahlperioden reichte Roland Abel über 100 Anfragen und Anträge ein.



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