Energiesparer denken vor allem ans Geld
03.02.2012 | 14:57 Uhr 2012-02-03T14:57:00+0100
Hilchenbach.Vertreter von Verwaltung, Politik und Wirtschaft sowie Bürgerinnen und Bürger haben an der Denkrunde zum Thema „Energievermeidung/Energieeffizienz“ mitgearbeitet, um einen Maßnahmenplan im Bereich Energie und Klimaschutz zu erarbeiten. Dieser soll Bestandteil eines Klimaschutzkonzepts werden.
Im ersten von vier Dienstags-Workshops ging es um den städtischen und privaten Gebäudebestand. Zielgruppe für Bemühungen um Energieeffizienz und Energievermeidung sind vor allem die privaten Haushalte und Kleinverbraucher, die 20 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes im Stadtgebiet verursachen. Bundesweit wird nur etwa ein Prozent des Gebäudebestandes saniert. Dies trifft auch für Hilchenbach zu.
Die Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer halten eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Beratung für entscheidend, um für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren. Die Hilchenbacher Energiesparwoche ist dabei ein wichtiges Instrument.
Fachwerksanierung alsMarketingstrategie
Um die Betrachtungsweise der Verbraucher zu ändern, sollten Energiekennzahlen und Vergleichsrechnungen in den Blickpunkt der Energieeinsparung gerückt werden. Die Denkrunde sprach sich auf für eine Erweiterung des Beratungsangebotes aus.
Wesentliche Motivation zur Senkung des Energieverbrauchs sind die stetig steigenden Kosten für die Energie. Für die Zielgruppen spielt dabei der ökologische Gesichtspunkt eher eine Nebenrolle. Bisherige Hemmnisse, um Altbauten zu sanieren, sind in erster Linie die Investitions- und Baukosten für Sanierungsmaßnahmen. Das Grundverständnis, dass zunächst investiert werden muss, um nachfol-gend sparen zu können, muss aus Sicht der Workshopmitglieder geschärft werden.
Neben einer Vielzahl von Energiespar- und -vermeidungstipps ist die Aufklärung über den Einsatz von LED-Technik in Haushalten bedeutsam. Durch Projekte und Wettbewerbe lässt sich auch in einem so genannten „CO2-Schulfonds“ der Schadstoffausstoß an Schulen verringern. Unter Einbeziehung der örtlichen Handwerker und Planer lassen sich effiziente Fachwerkgebäude schaffen - auch als Vermarktungsstrategie, die über die Stadtgrenzen hinaus wirkt.
Der nächste Workshop „Regenerative Energien im Stadtgebiet“ findet am Dienstag, 7. Februar, 17 Uhr, im Ratssaal statt. Dort geht es um die Bündelung und Erweiterung der bisherigen Aktivitäten und um die „Windstadt Hilchenbach“.
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