Ein Urteil in nur elf Minuten

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Was wir bereits wissen
Nur elf Minuten dauerte es für das Siegener Schöffengericht, Andreas L. (43) zu einem Jahr auf Bewährung und 40 Sozialstunden zu verurteilen.

Siegen..  Er hielt sich 2011 bei einem Freund auf, als Polizisten dessen Haus durchsuchten und 283 Gramm Amphetamine sicherstellten. Der Freund wurde beschuldigt und angeklagt, beteuerte aber immer wieder, das Rauschgift sei Eigentum von Andreas L. gewesen. Der gab dies unumwunden zu, machte ansonsten aber keine Angaben zur Sache.

Folgenreicher Schuldspruch

Es könne viel spekuliert werden, sinnierte Amtsrichter Uwe Stark, der ursprünglich Beschuldigte habe noch ein Jahr und sieben Monate aus einer früheren Rauschgiftverurteilung „vor der Brust“ gehabt, ein neuer Schuldspruch hätte also teuer werden können. Andreas L. ist auch vorbestraft, allerdings eher durch Kleinigkeiten aufgefallen. Staatsanwalt Markus Bender beantragte ein Jahr mit Bewährung, Verteidiger und Angeklagter hatten nichts dagegen. „Ja ja, ich nehme das Urteil an“, nickte der 43-Jährige. „Das waren erst die Anträge, wir müssen gerade noch beraten“, korrigierte ihn Richter Stark. Nach fünf Minuten wurden die zwölf Monate und die Bewährung bestätigt, die Arbeitsstunden kamen noch dazu. Andreas L. nahm das Urteil an.

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